Es passieren jeden Tag viele schlimme Dinge – aber auch viele gute. Leider schaffen es die schönen Nachrichten viel zu selten in die Presse. Das wird sich jetzt ändern, denn die HASEPOST berichtet jeden Tag über mindestens eine „Gute Nachricht“ aus aller Welt.

Ungefähr zwei Liter Wasser braucht ein Mensch im Durchschnitt. In vielen trockenen Regionen dieser Welt ist das teure Gut Wasser aber echte Mangelware. Ein Architekt aus Californien hat dafür eine geniale Lösung entwickelt: Er zieht einfach Trinkwasser aus der Luft.

Nach Schätzungen der UN leiden etwa 800 Millionen Menschen auf der Welt an Wasserknappheit. Die Konsequenzen des Mangels und des dreckigen Wassers sind dramatisch – fünf Millionen Menschen sterben jedes Jahr an den Folgen. Diesen Menschen kann der Architekt David Hertz helfen, denn er machte sich eine einfache Technik zu Nutze, um Wasser aus der Luft um uns herum zu filtern.

Kondenswasser aus der Luft

Die so genannte „Skywater-box“ nutzt das Kondensierungs-Prinzip. Wenn heiße Luft auf eine kalte Oberfläche trifft, kondensiert der Wasserdampf. Zu beobachten ist dieses Prinzip zum Beispiel, wenn man eine Wasserflasche aus dem Kühlschrank holt; nach kurzer Zeit bilden sich Wassertröpfchen auf ihrer Oberfläche. Und in der Atmosphäre befindet sich mehr Wasser, als in allen Flüssen der Erde zusammen. Selbst in der trockensten Wüstenluft beträgt die Luftfeuchtigkeit noch bis zu 40%, erklärt der Erfinder.

Große Projekte mit Cotainern

Hertz und seine Frau benutzen für größere Projekte Schiffscontainer, denn sie sind praktisch und nahezu in jedem Land verfügbar. Beheizt werden sie dann mit allem, was in der Region zu Verfügung steht; egal ob Reishüllen, Kokosschalen oder Abfälle. Nach der Kondensierung wird das Wasser mit Ozon behandelt, das macht es haltbarer und sauberer. Mit der Idee hat das Ehepaar den mit 1,5 Millionen Euro dotierten „Water Abundance XPrize“ gewonnen, denn nur sie schafften es alle Kriterien zu erfüllen: Innerhalb von 24 Stunden 2000 Liter Wasser aus der Atmosphäre gewinnen und das nur mit erneuerbaren Energien und zu einem Preis von weniger als 2ct pro Liter. In Zukunft wollen die beiden ihre Idee nicht nur in Wüstenregionen bringen, sondern zum Beispiel auch in Katastrophengebieten helfen.

Quelle: Süddeutsche Zeitung