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Gute Nachricht des Tages: Osnabrücker Persönlichkeiten spielen bei „Gaming for Good“ für Geflüchtete

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Ein packendes Mario Kart-Duell lieferten sich (von links) Exil-Geschäftsführerin Marlene Schriever und Tiemo Wölken (MdEP) mit Justin Aizin und Lukas Fast vom Gymnasium Bad Essen. Mit nur 2 Punkten lagen am Ende Aizin und Fast vorne. / Foto: Exil/Feline Engling Cardoso

Es passieren jeden Tag viele schlimme Dinge – aber auch viele gute. Leider schaffen es die schönen Nachrichten viel zu selten in die Presse. Das wird sich jetzt ändern, denn die HASEPOST berichtet nach Möglichkeit jeden Tag über mindestens eine „Gute Nachricht“ aus der Region und aller Welt.

„Gaming for Good“ – unter diesem Motto traten am Samstag (9. Juli) Osnabrücker Persönlichkeiten gegen Schülerinnen und Schüler der 5. bis 13. Klasse aus Stadt und Landkreis Osnabrück an. Die Disziplinen: Videospiele.

In Mario Kart, FIFA und Beat Saber lieferten sich Kinder und Jugendliche packende Duelle mit Erwachsenen und machten das Turnier durch Wetteinsätze – Geldspenden der Erwachsenen und soziales Engagement der Schülerinnen und Schüler – zu einem spannenden Wettkampf. Ausrichter war die maze GmbH, die mit dem Turnier die Arbeit des gemeinnützigen Vereins Exil e.V. unterstützt.

„Der Krieg in der Ukraine hat erneut deutlich gemacht, wie wichtig soziales und zivilgesellschaftliches Engagement für geflüchtete Menschen ist“, erklärt Mit-Initiator Christian Hormann, Marketing Manager der maze GmbH. „Exil e.V. wollten wir unterstützen, weil sie sich schon seit 35 Jahren für die Rechte von Geflüchteten einsetzen und wir eine wichtige Gemeinsamkeit haben: So wie bei Exil haben auch in der Esport Factory Rassismus und jegliche andere Arten von Diskriminierung keinen Platz.“ Die Esport Factory, sonst Trainingslager für Gamer und betrieben von der maze GmbH, wurde am Samstag zum Schauplatz der ersten Ausgabe von „Gaming for Good“.

“Mithilfe von Videospielen wollten wir insbesondere auch eine junge Zielgruppe für das Thema der Hilfe für Geflüchtete sensibilisieren”, sagt Hormann. Games könne jeder unabhängig seines Vorwissens oder Alters spielen. Gerade im Esport sei fairer Wettkampf eine tragende Säule. Die Gaming Community der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zeige sich besonders engagiert und sozial. “Diese inklusiven Aspekte sind wenig bekannt, gerade deshalb wollten wir sie nutzen”, so Hormann.

Sechs Stunden Wettkampf

Übertragen auf eine große Videowand und angefeuert von ihren “Fans” lieferten sich jeweils 27 Erwachsene und 27 Schülerinnen und Schüler auf einer vollausgestatteten Event-Bühne über sechs Stunden einen spannenden Wettkampf. Alle Teilnehmenden einte ihre Verbundenheit mit der Region Osnabrück. Die Bandbreite der Games reichte von klassischen und populären Konsolenspielen bis hin zu Virtual-Reality-Spielen an einer Videowall. Die Art und Höhe des Wetteinsatzes stand den Kindern und Persönlichkeiten frei. “Wir wollten mit ‚Gaming for Good‘ Unterstützung für die Arbeit für Geflüchtete in Osnabrück sammeln und das Bewusstsein fördern, wie wichtig soziales Engagement ist”, so Hormann. “Das soziale Engagement der Schülerinnen und Schüler kommt direkt geflüchteten Kindern und Jugendlichen zu Gute”, ergänzt Exil-Geschäftsführerin Sara Josef. “Die Schülerinnen und Schüler, die ihr Duell verloren haben, werden voraussichtlich in den kommenden Wochen einen gemeinsamen Nachmittag mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen aus dem Ankunftszentrum Bramsche gestalten.“

Henry Rorig (l.) und Jannik Zahmel (r.) vom VfL Osnabrück konnten ihr Spiel für sich entscheiden. / Foto: Exil/Marlene Schriever
Henry Rorig (l.) und Jannik Zahmel (r.) vom VfL Osnabrück konnten ihr Spiel für sich entscheiden. / Foto: Exil/Marlene Schriever

Spielerisch über die Vereinsarbeit informieren

Josef und weitere Mitarbeitende von Exil e.V. informierten auf der Veranstaltung über die Arbeit des Vereins und Möglichkeiten für jede und jeden, die sich über „Gaming for Good“ hinaus für Geflüchtete engagieren möchten. Darüber hinaus konnten alle Gäste über den gesamten Tag in einen lockeren Austausch kommen und verschiedene Games aller  Spielformen und Plattformen in Ruhe testen. Für die nötige Stärkung sorgten neben der maze GmbH auch die Genusshöfe und Homann, die ein Stullen-, Kuchen- und Salat-Buffet spendeten.
 
Das Teilnehmerfeld bestand unter anderem aus den Profispielern Jannik Zahmel und Henry Rorig sowie Geschäftsführer Dr. Michael Welling vom VfL Osnabrück, Felix Lukowski von den OSC Tigers, Tiemo Wölken (MdEP), Joachim Jeska (Superintendent des Ev.-luth. Kirchenkreises Osnabrück), Patricia Heller (Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Osnabrück), einem Team der IHK Osnabrück, einem Team der Deutschen Bank, einem Team des Business Network International, Ratsmitglied Kalla Wefel, Anne Dietrich von der OsnabrückHalle, Michael Hull und dem Osnabrücker Nachtbürgermeister Jakob Lübke.
 
Am Ende war das Turnier ein klares „Heimspiel“ für die Jugend: Lediglich Felix Lukowski von den OSC Tigers und die VfL-Spieler Jannik Zahmel und Henry Rorig konnten ihre Duelle für sich entscheiden. Bei allen anderen 15 Begegnungen holten die teilnehmenden Schülerinnern und Schüler den „Cup“ nach Hause. Insgesamt kamen so Spenden in Höhe von über 2.500 Euro für die gemeinnützige Arbeit von Exil zustande – und zusätzlich ganz viel Spaß und ein toller Nachmittag für alle Beteiligten.

PM
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