Es passieren jeden Tag viele schlimme Dinge – aber auch viele gute. Leider schaffen es die schönen Nachrichten viel zu selten in die Presse. Das wird sich jetzt ändern, denn die HASEPOST berichtet jeden Tag über mindestens eine „Gute Nachricht“ aus aller Welt.

Am heutigen Montag, den 3. Dezember 2018, haben die Kooperationspartner der Jugendberufsagentur Osnabrück (JBA) eine Zwischenbilanz ihrer bisherigen Zusammenarbeit gezogen. An der JBA beteiligt sind die Agentur für Arbeit, das städtische Jobcenter sowie die Stadt Osnabrück mit ihrem Fachbereich für Kinder, Jugendliche und Familien.


Das Fazit der Partner: Die Mühe habe sich gelohnt, die JBA sei als alleinige, gemeinsame Anlaufstelle für Jugendliche unter 25 Jahren etabliert. Zudem ermögliche die engmaschige Zusammenarbeit der Rechtskreise unter einem Dach gut abgestimmte Beratungen und biete jungen Menschen individuell geschnürte Unterstützungspakete.

Über 10.000 Vorsprachen

„Wenn junge Menschen aus der Stadt ein berufliches Anliegen haben, dann wissen sie, dass sie einfach nur zu uns in die JBA kommen müssen. Dadurch, dass alle Rechtskreise hier Tür an Tür sitzen, können wir je nach Anliegen alle benötigten Fachkräfte direkt einschalten “, erläuterte Christiane Fern, Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur. „Diese eine Anlaufstelle ist für jeden Jugendlichen eine ungemeine Erleichterung.“ Seit der Eröffnung der JBA in den Räumen der Arbeitsagentur vor rund anderthalb Jahren hätten weit über 10.000 junge Menschen hier vorgesprochen. Fern: „Es ist uns gelungen, eine Kooperation zu verwirklichen, die sich auf die Kernzielgruppe der Jugendlichen unter 25 Jahren fokussiert – ohne dass wir dafür eine neue Behörde gründen mussten.“

Unterstützung zwischen den Rechtskreisen abgestimmt.

Nicole Anell, Geschäftsführerin des Jobcenters, fügte hinzu: „Unsere Prozesse verlaufen ganzheitlicher und individueller im Sinne der jungen Erwachsenen. Wir nehmen uns ihrer Fragen und Probleme an, beraten bei Bedarf und ihrem Einverständnis zwischen den Partnern und schnüren ganz individuelle Beratungs- und Unter-stützungsangebote.“ Jeder Mitarbeiter der JBA kenne inzwischen die jeweiligen Angebote und Leistungen der Partner. „Das schafft Transparenz, erhöht die Kompetenz aller Kolleginnen und Kollegen und steigert unsere Beratungsqualität. Wir vermeiden Doppelförderungen, die vor unserer JBA nicht auszuschließen gewesen sind und im schlechtesten Fall sogar gegensätzliche Zielsetzungen verfolgten.“

Neues Coachingangebot

Eine gewichtige neue Maßnahme sei die gerade im November gestartete gemeinsame JBA-Werkakademie. „Es ist unser Coachingangebot für die jungen Erwachsenen und eine Hilfe zur Selbsthilfe“, erklärt Anell. „Wir arbeiten ganz ungezwungen in der Gruppe zusammen, und die jungen Leute lernen dabei voneinander. Das Ziel ist, dass sie für sich einen erfolgreichen Weg in eine duale Ausbildung beziehungsweise in ihren Beruf finden.“ Viele Fälle für die Jugendhilfe kommen über die anderen Rechtskreise. Auch Wolfgang Beckermann, Stadtrat der Stadt Osnabrück, zeigte sich von der guten Arbeit der JBA überzeugt: „Die JBA ist das berufliche Kompetenzzentrum schlechthin, in dem Jugendliche zielgerichtet die Unterstützung bekommen, die sie benötigen für den erfolgreichen Start in die Berufswelt.“ Über die JBA seien inzwischen über 100 Fälle an die dort tätigen Kollegen der Jugendhilfe herangetragen worden. „Das Besondere daran ist, dass rund die Hälfte dieser Jugendlichen in der JBA über die anderen Rechtskreise zu uns gekommen sind. Das zeigt, wie wichtig diese Kooperation ist und dass kein junger Mensch mehr zwischen den Institutionen verloren geht. Nicht nur deswegen bin ich überzeugt, dass wir mit der JBA für die Herausforderung, junge Leute erfolgreich in einen Beruf zu bringen, gut gewappnet sind.“