Es passieren jeden Tag viele schlimme Dinge – aber auch viele gute. Leider schaffen es die schönen Nachrichten viel zu selten in die Presse. Das wird sich jetzt ändern, denn die HASEPOST berichtet jeden Tag über mindestens eine „Gute Nachricht“ aus aller Welt.

18.040 Euro: Das ist die Summe, die bei einer gemeinsamen Spendenaktion der „Sportfischerzentrums Osnabrück“, „FCK PTA“ und „Tacklecheck“ zusammengekommen ist. Bei zwei Live-Auktionen wurden Objekte und Reisen von Angler für Angler versteigert. Der Betrag wurde heute (12.02.) mit einem symbolischen Scheck an den ambulanten Kinderhospizdienst Osnabrück übergeben. Spender und Empfänger waren sichtlich berührt und überwältig von der hohen Anteilnahme.

„Diese Summe ist als Spende alles andere als alltäglich“, betonte der Geschäftsführer des Osnabrücker Hospizes, Jan-Felix Simon. Auch die Organisatoren der Auktionen waren sichtlich überwältigt von der hohen Spendenbereitschaft der Angler. „Wir hatten am Anfang so mit 500 gerechnet“, sagte Dirk Sazalowski von „FCK PTA“. Die stolze Endsumme von 18.040 Euro kam durch Spenden, den Verkauf von Bratwürsten während der Auktionen und natürlich der versteigerten Objekte und Reisen zusammen. Insgesamt rund 45 Dinge konnten angelbegeisterte  auf Facebook oder live vor Ort ersteigern.

Angelreisen und Sammlerobjekte

Zu ersteigern gab es einiges, zum Beispiel ein Maßband zur Größenerfassung der geangelten Fische, das von einem prominenter Angler unterschrieben wurde. Auch Angelreisen nach Spanien oder die Niederlange waren zu haben. Der Raubfischweltmeister im Angeln bot zum Beispiel eine exklusive Tour auf seinem Boot an, die es so nicht zu kaufen gibt. Anfangs sprachen die Organisatoren auf verschiedenen Messen noch Aussteller und prominente Angler an, später kamen die Angebote von ganz alleine. „Am Anfang war die Idee für das Projekt. Später wurde es ein Selbstläufer und es standen Herz, Verstand und Freunde dabei“, erklärte Bodo Fletemeier von „Tacklecheck“. Zum Ende mussten sogar Angebote abgelehnt werden.


Große Spendenbereitschaft

Die Auktionen fanden in der Weihnachtszeit im Rahmen eines „Moonlightshoppings“ im Sportfischerzentrum statt. „Die Rückmeldung war absolut Wahnsinn“ freute sich Sazalowski. „Da waren zum Beispiel zwei Jungs, die ein Anglerwochenende ersteigern wollten. Ihr Maximum waren 800 Euro. Sie bekamen das Wochenende für 700, bezahlten aber trotzdem die 800.“ Bodo Fletemeier ergänzt: „Die Leute haben gespendet ohne Wenn und Aber. Obwohl bei vielen das Geld nicht so locker sitzt, wie man vielleicht denken mag. Da haben Menschen ihr gesamtes Weihnachtsgeld ausgeben.“ Insgesamt stand nach den Auktionen, Verkäufen und Spenden die stolze Summe von 18.040 Euro, welche die drei Organisatoren heute sichtlich bewegt übergaben.

Mehr als nur Geld

Auch die Mitarbeiter des ambulanten Kinderhospizdienstes waren von der Summe überwältig. „Es geht nicht nur um die Summe“, betont Simon. „Durch solche Aktionen schwingt unsere Arbeit immer mit. Das geht weit über den Betrag hinaus“. Seit 2009 begleitet der ambulante Dienst Familien mit schwer erkrankten Kinder. Die Haupt- und Ehrenamtlichen hören zu, begleiten, verstehen und entlasten die Eltern und Geschwister. Mit dem gespendeten Geld soll deswegen primär die Ausbildung der rund 60 Ehrenamtlichen finanziert werden. Auch spezielle Anschaffungen für die kranken Kinder sollen möglich gemacht werden. „Es gibt zum Beispiel spezielle Kissen für bettlägerige Kinder, mit denen man sie auch außerhalb ihres Schlafzimmers betten kann. So können sie weiter am Familienleben teilhaben. Die Kissen werden nicht von der Krankenkasse bezahlt und können schnell mehrere hundert Euro kosten“, weißt Koordinatorin Susanne Wagner.

Bei dieser Geldspende soll es aber nicht bleiben, wenn es nach den Initiatoren geht. Bereits im Herbst ist eine weitere Aktion für das Kinderhospiz geplant.

Foto von links nach rechts: Dirk Sazalowski (FCK PTA), Susanne Wagner (Koordinatorin Kinderhospizdienst), Frank Lutterbeck (Sportfischerzentrum) und Bodo Fletemeier (Tacklecheck)