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Grundstückskauf im Stadtteil Gartlage: Osnabrücker Grüne fordern Einsicht in die Erkenntnisse zum Artenschutz auf dem KME-Gelände

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Seit Monaten wird von der Osnabrücker Verwaltung angestrebt, das neue Trainingszentrum des VfL Osnabrück auf dem östlichen KME Gelände unterzubringen. Die Osnabrücker Grünen wundern sich, dass die Verwaltung über die naturschutzrechtlichen Erkenntnisse keine Transparenz herstelle.

In der Ratssitzung am Dienstag (15. Dezember 2020) wurde der Erwerb der Grundstücke südlich der Knollstraße im Stadtteil Gartlage beschlossen. Die deutliche Mehrheit für den Ankauf ist mit dem klaren Auftrag von CDU und SPD verbunden, bei der Entwicklung der Flächen nicht nur den dringend erforderlichen bezahlbaren Wohnraum, sondern auch die vorhandene ökologische Situation zu berücksichtigen.

Ökologische Situation

Deshalb sollen große Bereiche, wie die am Haster Weg liegenden sogenannten Eiswiesen, die zwar seit Jahren im Flächennutzungsplan als Wohnbauflächen vorgesehen sind, dauerhaft als Freiflächen gesichert werden. Dazu startet im nächsten Jahr das Bebauungsplanverfahren, in dem noch viele weitere Belange unter breiter Beteiligung der Öffentlichkeit Berücksichtigung finden werden“, so Oberbürgermeister Wolfgang Griesert.

Erhebung zum Artenschutz

„Es ist schon merkwürdig, dass seit dem Spätsommer eine Erhebung zum Artenschutz vorliegt, aber wir als Ratsmitglieder die Ergebnisse nicht vorgelegt bekommen. Das Einzige, was wir wissen ist: Es gibt ein Vorkommen der streng geschützten Bechsteinfledermaus“, stellt Sebastian Bracke, umweltpolitischer Sprecher der Grünen Ratsfraktion, fest.

Forderung: Offenlegung der Erkenntnisse

Auf die mehrfache Aufforderung der Grünen an die Verwaltung, die Ergebnisse der Untersuchung vorzulegen, gäbe es immer nur den Hinweis, dass das Gutachten sich noch in der Abstimmung mit den Beteiligten befände. Dieses Vorgehen wird von den GRÜNEN kritisiert. „So schafft man kein Vertrauen in den Planungsprozess. Es ist doch naheliegend, dass sich jetzt alle fragen, was es dort zu verbergen gibt. Warum legt man nicht die bisherigen Erkenntnisse offen und nährt stattdessen die Befürchtung das Projekt auf Biegen und Brechen durchsetzen zu wollen, auch wenn es artenschutzrechtlich nicht in Ordnung ist?“, fragt sich Bracke.

Recht auf Akteneinsicht

Auch wenn die Grünen grundsätzlich Flächen am Limberg für geeigneter und besser zu realisieren ansehen, sei es nachvollziehbar, dass die Verwaltung mit dem VfL prüfe, ob und gegebenenfalls unter welchen Bedingungen am KME-Standort das Vorhaben im Einklang mit dem Artenschutz machbar ist. „Aber, warum dürfen wir nicht wissen, um wie viele Fledermäuse es sich handelt, auf welchen Teilen der Fläche, wie das ganze rechtlich zu beurteilen ist und welche Folgen für das Projekt daraus resultieren. Das machen wir nicht länger mit. Wir werden jetzt von unserem Recht auf Akteneinsicht Gebrauch machen“, erklärt Bracke.

PM
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