Osnabrück 🎧Grüne und SPD lehnen neue Pläne am Piesberg ab

Grüne und SPD lehnen neue Pläne am Piesberg ab

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Die Osnabrücker Grünen lehnen die Pläne, im Steinbruch des Piesbergs eine neue Deponie für Bauschutt einzurichten, deutlich ab. Der Piesberg sei schon genug belastet, so Volker Bajus, Ratsfraktionsvorsitzender der Grünen. Die Osnabrücker SPD schließt sich dem an und sieht Naherholung und Naturschutz im Vordergrund.

„Der wechselvollen Geschichte des Piesbergs jetzt ein neues Deponiekapitel hinzuzufügen, würden wir sehr kritisch sehen. Der Piesberg ist mit der alten Hausmülldeponie genug belastet. Die Politik hat sich auf die Perspektive des Kultur- und Landschaftsparks geeinigt. Das läuft auch sehr erfolgreich. So erfreut sich der Piesberg als Naherholungsgebiet, Veranstaltungs- und Ausflugsort großer Beliebtheit“, so Volker Bajus. „Von daher sollten wir mit gemeinsamen politischen Kräften neuen Deponieplänen eine Absage erteilen und gar nicht erst wieder damit anfangen. Heute ist es Bauschutt, morgen Bodenaushub und dann womöglich noch viel Belastenderes.“

SPD: Naherholung und Naturschutz am Piesberg gehen klar vor

Auch Heiko Panzer, Fachsprecher für Stadtentwicklungs-, Umwelt-, Energie- und Abfallwirtschaftspolitik der SPD-Ratsfraktion, und Frank Henning, stellvertretender Ratsfraktionsvorsitzender und Oberbürgermeister-Kandidat der SPD äußern sich zu den Plänen des Hannoveraner Unternehmers Günter Papenburg, der am Osnabrücker Piesberg kontaminierten Müll einlagern will, ablehnend: „Die unangekündigten und nicht abgesprochenen Pläne des Steinbruchbetreibers Günter Papenburg am Piesberg irritieren uns doch sehr“, so die beiden SPD-Ratsherren. „Der Piesberg hat für Osnabrück eine wichtige Naherholungsfunktion. Der Naturschutz geht im Kultur- und Landschaftspark Piesberg für uns klar vor“, kommentiert Ratsherr Heiko Panzer. „Wir dürfen dem Osnabrücker Städtetourismus am Piesberg auf keinen Fall schaden. Die Ankündigung, hier kontaminierten Müll abladen zu wollen, ist da höchst kontraproduktiv“, so Panzer.

Frank Henning ergänzt: „Der Piesberg ist Anziehungspunkt für Touristen und Ausflügler und auch Osnabrückerinnen und Osnabrücker suchen hier Erholung. Wir dürfen den Wirtschaftsfaktor Tourismus, der hier in den letzten Jahren mühsam und mit viel Engagement aufgebaut wurde, nicht gefährden. Die Feldbahn, die Wanderwege, die Kulturveranstaltungen und viele weitere Angebote haben sich in den letzten Jahren großartig entwickelt – die kulturelle und landschaftliche Attraktivität des Piesbergs darf nicht gefährdet werden!“

Auch zeigen sich die beiden Ratsherren verwundert über die Art und Weise, mit der der Unternehmer Papenburg sein Ziel erreichen will: „Es ist schon wirklich eine befremdliche Vorgehensweise, wenn Herr Papenburg als Pächter über die Stadt Osnabrück als Besitzerin der Flächen mit eigenmächtigen Entscheidungen hinwegregieren will. Ohne jede Absprache ein Planfeststellungsverfahren starten? So geht man mit der Stadt Osnabrück als Eigentümerin nicht um! Einem politischen Beschluss kann man so nicht einfach vorweggreifen. Es ist auch eine Frage des gegenseitigen Respekts, vorab überhaupt erst einmal anzufragen, bevor man Fakten schaffen will. Mit uns als SPD-Ratsfraktion ist das so nicht zu machen“, so Henning und Panzer abschließend.

Der Steinbruch am Piesberg (Archivbild) / Foto: Stadt Osnabrück, Simon Vonstein

PM
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