Grüne: Sicherheit der Radwege hat oberste Priorität

Transporter parkt auf dem Fahrradweg
Transporter parkt auf dem Fahrradweg. Foto: privat


Auf die Äußerungen der CDU-Ratsfraktion zum Radwegeausbau reagieren die Grünen mit Unverständnis. „Wer, wie die CDU, schlechte Standards beim Radwegeausbau fordert, gibt die falsche Antwort auf das miese Abschneiden Osnabrücks beim ADFC-Radklimatest. Offensichtlich hat man sich die Ergebnisse gar nicht angeschaut. Radwegbreite, Sicherheit und Konflikte mit PKWs wurden am schlechtesten bewertet.

Die Lösung liegt in geschützten breiten Radwegen“, erklären der Fraktionsvorsitzende, Volker Bajus und der verkehrspolitische Sprecher, Michael Kopatz. Aktuell nehme nicht nur die Menge der Räder erheblich zu, sondern auch die Vielfalt. So habe man heute langsame, normale und sportliche Radfahrer und einen Boom bei Pedelecs. Dazu kämen breite Lastenräder und Anhänger und jetzt auch noch E-Scooter. „Diese dynamische Entwicklung beim Radverkehr dürfen wir nicht verschlafen. Mehr Radler und unterschiedliche Geschwindigkeiten brauchen mehr Breite, zum Beispiel zum Überholen“, so Bajus. Dafür seien die Radwege am Wall und den meisten Einfallsstraßen deutlich zu schmal. „Auf diesen Radwegen fährt die Angst immer mit, wenn links immer mehr 40- Tonner mit 50 km/h und mehr vorbeirauschen und sich in der Parkreihe rechts jederzeit eine Autotür öffnen kann. Das ist lebensgefährlich“, erläutert Kopatz.


Mangelnde Kontrollen, zugeparkte Wege

Für schlechte Noten beim ADFC-Test sorgten auch zugeparkte Wege und mangelnde Kontrollen. „Rad und Gehwegparken ist kein Kavaliersdelikt, sondern meistens verkehrsgefährdend. Deswegen hat der Stadtrat mit großer Mehrheit die Verwaltung mit einer Kampagne beauftragt, die auch mehr Knöllchen vorsieht. Dass gelernte Juristen das Werben für die Straßenverkehrsordnung ablehnen, ist schon absurd“, bemerkt Kopatz. Die CDU-Kritik an Stadtbaurat Frank Otte können die Grünen nicht nachvollziehen. „Unter seinem Vorgänger Wolfgang Griesert ist in Sachen Verkehr jahrelang leider gar nichts passiert. Erst mit Otte hat der Rat das Ziel von 30 % Radverkehr beschlossen, den Radwegebau deutlich vorangetrieben, das Busnetz erweitert und die Elektro-Buslinien eingeführt“, wundert sich Bajus.