Start Aktuell Grüne: ÖPNV in Region Osnabrück muss ausgebaut werden

Grüne: ÖPNV in Region Osnabrück muss ausgebaut werden

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Anlässlich eines Informationstreffens der Grünen aus Landkreis und Stadt mit Vertretern der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück fordern die Partei einen Ausbau des regionalen öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV).

„Um mehr Menschen für die Schienen- und Busnutzung zu gewinnen, muss das Angebot deutlich attraktiver werden. Das sind wir den Menschen und dem Klimaschutz schuldig. Hierfür ist eine deutlich stärkere Kooperation und mehr Engagement von Stadt, Umlandgemeinden und Landkreis notwendig. Dafür werden wir uns bei der Beratung des neuen Nahverkehrsplans und darüber hinaus einsetzen“, kündigen die designierte neue Landrätin, Anna Kebschull, und der verkehrspolitische Sprecher der Stadtratsfraktion, Michael Kopatz, an.

Dringender Handlungsbedarf


Angesichts von fast 55.000 Einpendlern und über 25.000 Auspendlern bestehe dringender Handlungsbedarf. Über die Hälfte aller Arbeitsplätze in Osnabrück werde somit von Menschen von außerhalb besetzt. 40 Prozent aller Arbeitnehmer in Osnabrück arbeiteten jenseits der Stadtgrenze. Die Tendenz sei weiter steigend. „Die meisten nutzen dabei das Auto und belasten damit das Klima, die Umwelt und die Anwohner. Diesen Trend müssen wir umkehren“, fordert Kebschull.

Eine Option sieht die Partei im Park & Ride. Hier gäbe es erheblichen Nachholbedarf. Zu Berufsverkehrszeiten seien die Straßen in Osnabrück inzwischen völlig überlastet. „Da geht gar nichts mehr. Unsere Straßen sind am Limit. Ein Ausbau ist wegen der vorhandenen Gebäude nicht möglich sowie finanziell und erst recht nicht klimapolitisch darstellbar. Deswegen müssen wir den Menschen Umstiegsangebote machen“, so Kopatz.

Aus Sicht der Grünen müssen P+R-Plätze in der Region gemeinsam geplant werden. Für viele sei ein Umstieg an der Stadtgrenze nicht wirklich attraktiv. „Wer nur noch drei vier Kilometer fahren muss, steigt nicht mehr um. Wir sollten daher entlang der regionalen Bahnhalte und an wichtigen Busstrecken in Umland mehr P+R ermöglichen. Das erfordert mehr regionale Koordination bei der Planung“, erläutert Kopatz.

Für die Grünen sei P+R aber auch nur ein Zwischenschritt. Auf lange Sicht könne ein flächendeckendes Angebot von Mobilstationen, öffentlichem Verkehr und intelligenten, autonomen Fahrzeugen auch für „die letzte Meile“ zum Einsatz kommen

Grüne fordern Zusammenarbeit

Angesichts des erheblichen Investitionsvolumens mahnen die Grünen daher eine Zusammenarbeit von Umlandgemeinden, Landkreis und Stadt an. „Wir brauchen ja nicht nur Park and Ride, sondern auch eine höhere Liniendichte. Wenn wir als Region ein starker Wirtschaftsstandort bleiben wollen, brauchen wir eine zukunftsfähige Verkehrsinfrastruktur und die kostet nun mal Geld“, so Kebschull.

Nach Ansicht der Partei bedarf es zudem eines günstigeren Tarifangebots. „Überall kommen jetzt die Ein-Euro-Tickets ins Gespräch. Darüber sollten wir auch mal nachdenken, wenn wir es mit der ÖPNV-Offensive ernst meinen. Die Preise müssen einfacher und billiger, vor allem aber muss der ÖPNV schneller und zuverlässiger als das Auto werden“, so die Grünen abschließend.

PM
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