Von Februar 2020 bis Mitte 2024 wird die Stadt Georgsmarienhütte zur Brücken-Großbaustelle. In diesem Zeitraum lässt die niedersächsische Landesbehörde für Straßen und Verkehr (NLStBV) die Talbrücke B51 in Oesede neubauen.

Martin Bäumer, CDU-Landtagsabgeordneter für den Osnabrücker Südkreis, und Christoph Ruthemeyer, Vorsitzender der CDU Georgsmarienhütte, begrüßen den Neubau. Allerdings erwarten sie zusätzliche Belastungen für die Autofahrer, zumal die Vollsperrung der Bundesstraße B51 von Februar 2021 bis Ende 2022 vorgesehen ist. Sie haben deshalb einen gemeinsamen Brief an den niedersächsischen Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU)
geschrieben, in dem sie Entlastungen für die Autofahrer fordern

Konkret schlagen sie drei Maßnahmen vor:

 Aufgrund der langen Bauphase mit der geplanten Vollsperrung der B51 wäre eine Behelfsbrücke entlang der Großbaustelle sinnvoll. So könnten Schleichwege vermieden und die Belastung von Anliegern – auch in den Nachbarorten – verringert werden. Durch die Behelfsbrücke wäre die Erreichbarkeit der Unternehmen, des Einzelhandels und Betriebe im Zentrum gewährleistet.

 Verbesserung der Zu- und Abfahrten für Unternehmen, die in direkter Näher zur B51-Talbrücke ansässig sind, insbesondere nördlich der Klöcknerstraße, aber auch für die Georgsmarienhütte
GmbH.

 An der B68 von der B51 zur A33 könnte durch die Steuerung der Verkehrsströme und der voraussichtlichen Umleitungsstrecke der Lärmschutz vor Erneuerung der Talbrücke geschaffen werden. Der Lärmschutz ist in diesem Bereich immer wieder offizielles Thema. Bäumer und Ruthemeyer bitten Althusmann als verantwortlichen Minister, die derzeitigen Planungen zu überdenken und auszuweiten. „Die Bundessstraße B 51 ist gewissermaßen die Autobahn A 1 für alle Kommunen südlich von Georgsmarienhütte. Trotz Neubau muss der Verkehr weiterhin fließen können, ohne für andere Anlieger störende Schleichwege zu nehmen. Und den Oeseder Einzelhandel darf man auch nicht von den Kunden aus Osnabrück abschneiden“, so der CDU-Landtagsabgeordnete und der CDU-Stadtverbandsvorsitzende.

Außerdem soll die NLStBV mit dem notwendigen Geld ausgestattet werden, damit die ergänzenden, vorbereitenden Baumaßnahmen im Vorfeld durchgeführt werden können. Da es bereits ein Treffen mit Minister Althusmann in Hannover gab und dort zugesichert worden ist zu prüfen, die Bauzeit auf ein Minimum zu reduzieren, sind Bäumer und Ruthemeyer optimistisch, mit ihren Vorschlägen auf Wohlwollen zu stoßen.

Foto: Martin Bäumer (links) & Christoph Ruthemeyer (rechts)