# Greenpeace fordert schnelle Maßnahmen gegen Klimakrise weltweit Datum: 10.02.2025 09:02 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://www.hasepost.de/greenpeace-fordert-schnelle-massnahmen-gegen-klimakrise-weltweit-563524/ --- Angesichts der Frist zur Einreichung von Klimaschutzplänen (NDCs) am Montag, zu der sich 195 Staaten im Rahmen des Pariser Klimaabkommens verpflichtet haben, fordert Greenpeace eine raschere Umsetzung von Maßnahmen. Die Organisation warnt vor der Dringlichkeit, da Rekordtemperaturen, Stürme und Waldbrände ein Zeichen für die sich verschärfende Klimakrise sind. ## Greenpeace mahnt zur Eile Tracy Carty, Expertin für Klimapolitik bei Greenpeace International, betonte am Montag die Dringlichkeit der Lage. „Rekordtemperaturen, Stürme und Waldbrände sind ein klares Zeichen: Die sich verschärfende Klimakrise wird nicht warten oder ihre katastrophalen Auswirkungen pausieren, während die Länder sich mit ihren Aktionsplänen verspäten“, erklärte sie. Laut Carty waren die zehn Jahre nach dem Pariser Abkommen die heißesten Jahre der Erde. „Wir bewegen uns in die falsche Richtung, während die Öl- und Gasverschmutzer weiterhin Megaprofite einstreichen.“ ### Notwendigkeit strengerer Klimaziele Carty sieht dennoch eine Chance, die schlimmsten Klimaauswirkungen abzuwenden. Es seien jedoch strenge, auf 1,5 Grad Celsius ausgerichtete Emissionsreduktionsziele und Maßnahmen notwendig, darunter die schrittweise Abschaffung fossiler Brennstoffe. „Aber wo bleibt die gebotene Dringlichkeit? Einige der größten Volkswirtschaften und größten Emittenten der Welt sind noch nicht aktiv geworden“, so Carty weiter. ### Fokus auf Agrarsektor Shefali Sharma von Greenpeace Deutschland fordert insbesondere Nachschärfungen im Bereich der Land- und Forstwirtschaft sowie im Landwirtschaftssektor. „Eine rasche Reduzierung der Emissionen aus dem Agrarsektor, einschließlich der Methanemissionen und der damit verbundenen Emissionen durch Landnutzungsänderungen, hätte unmittelbare Auswirkungen auf die Verlangsamung des globalen Temperaturanstiegs und würde uns angesichts der 12-jährigen Lebensdauer von Methan eine reelle Chance geben, die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen“, erklärte Sharma. Die Viehproduktion sei die Hauptursache für Emissionen im Nahrungsmittelsystem, daher müsse in der nächsten Runde der NDCs verbindlich und radikal gehandelt werden. Bislang haben nur wenige Länder ihre nachgeschärften Klimaschutzpläne eingereicht. Großbritannien etwa plant, seine Treibhausgasemissionen bis 2035 um 81 Prozent gegenüber dem Niveau von 1990 zu senken. Die sozialdemokratische Regierung setzt dabei auf den Ausbau erneuerbarer Energien, die Förderung von Gebäudedämmung und Wärmepumpen für einkommensarme Haushalte sowie die Dekarbonisierung des öffentlichen Sektors. Deutschland und die EU haben ihre Klimaschutzpläne zuletzt im Jahr 2023 aktualisiert. Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, 10. Februar 2025 09:02. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück