Beim Thema Geld gibt es hinsichtlich der Geschlechter große Unterschiede. Der augenfälligste ist die Gehaltslücke, die zwischen Frauen und Männern klafft. Aber wie sieht es mit Geldanlagen aus? Eine aktuelle Studie der AXA zeigt: Frauen sind auch in dieser Hinsicht zurückhaltender als Männer. Weitere Informationen zu Möglichkeiten der Geldanlage bietet unser Artikel.

Das Versicherungsunternehmen AXA hat in Kooperation mit dem Meinungsforschungsinstitut YouGov eine Studie zum Thema „Anlageverhalten der Deutschen“ erstellt und überprüft, ob es geschlechtsspezifische Unterschiede gibt. Das Ergebnis: Frauen agieren deutlich risikobewusster als Männer und scheuen beispielsweise eine Geldanlage an der Börse. Für 61 Prozent der weiblichen Befragten ist dies mit unkontrollierbaren Risiken verbunden, und fast jede Zweite glaubt, dass der Verlust von Geld bei Geldanlagen an der Börse genauso wahrscheinlich ist wie im Casino. Weil 38 Prozent der Frauen angeben, dass ihnen Wissen für eine sichere Geldanlage an der Börse fehlt, wünschen sich über 80 Prozent eine Beratung bei der Auswahl solcher Finanzprodukte.

Mit dem nötigen Wissen können Anleger(innen) dann auch mit Börsenprodukten Rücklagen aufbauen, zum Beispiel mit ETF-Sparplänen wie denen des Anbieters flatex, von Focus Money ausgezeichnet als Top ETF-Sparplan. Bei ETFs (Exchange Traded Funds) handelt es sich um eine kostengünstigere Alternative zu aktiven Fonds, denn diese werden von einem Fondsmanager betreut, sodass eine Managementgebühr anfällt. ETFs werden in der Regel von Investmentgesellschaften herausgegeben und verhalten sich wie eine normale Aktie an der Börse. Sie sind leicht nachvollziehbar, denn sie bilden den Vergleichsindex ab. Bei den aktiven Fonds kommt hingegen der Fondsmanager ins Spiel, der versucht, den Markt zu schlagen, um die Rendite zu steigern. Für Privatanleger ist es dennoch manchmal schwierig zu verstehen, nach welchen Faktoren der Fondsmanager agiert. Seine Entscheidungen können entweder erfolgreich sein, wenn sich seine Fonds besser als der Markt entwickeln, oder aber die Kosten übersteigen die Rendite. Bevor man sich also für einen Fondstyp entscheidet, sollte man sich informieren und im Zweifelsfall beraten lassen.

Zudem gibt es Alternativen zur Geldanlage an der Börse, beispielsweise Investitionen in Gold. Das Edelmetall gilt gemeinhin als Krisenwährung, trotzdem sollte man nicht sein gesamtes Vermögen in Gold anlegen, da der Preis erheblich schwankt. Wichtig bei der Goldinvestition ist die Vertrauenswürdigkeit und Seriosität des Händlers. Beides gewährleisten vor allem Kreditinstitute.

Viele Menschen verfolgen hingegen noch den alten Weg: Die Geldanlage in Form des klassischen Sparbuchs. Nach wie vor handelt es sich dabei um eine bewährte und flexible Option für Sparer, wobei man abhängig vom Kreditinstitut monatlich auf einen bestimmten Betrag zugreifen kann. Zwar sind die Zinserträge relativ niedrig, doch immerhin schützt die Einlagesicherung der Banken Guthaben bis zu 100.000 Euro pro Person für den Fall, dass das Geldinstitut Insolvenz anmelden muss.

Eine universelle Empfehlung für ein Geldanlagemodell gibt es nicht. Wichtig sind aber in jedem Fall eine gute Beratung und eine sinnvolle Verteilung des Vermögens.