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Gegendarstellung des Lebensquelle e.V.

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Am Dienstagabend (09.06.2015), kurz nach 22 Uhr, erreichte uns über einen Facebook-Kommentar eine Gegendarstellung des Lebensquelle e.V.

Beanstandet wurde – über diesen ungewöhnlichen Weg  – unsere Berichterstattung über die zur Verpachtung angebotenen Gewerbeflächen am alten Güterbahnhof, für die ein privater eBay-Account mit Namen und Kontaktdaten des Pastors Eduard Ochs benutzt wurde, bzw. bei Immobilienscout24 ebenfalls Pastor Eduard Ochs als „Privatanbieter“ angegeben wurde.

Etwa eine Stunde nach der „Zustellung via Facebook-Kommentar“ erreichte uns auch noch eine E-Mail, mit gleichlautenden Text. Rein (medien)rechtlich fehlen dem vorliegenden Schreiben allerdings einige Formalien, so dass wir uns nicht zur Veröffentlichung verpflichtet sehen. Wir möchten unseren Lesern aber dennoch die Möglichkeit bieten im Rahmen der Meinungsbildung die andere Seite hören zu können – zumal bei Facebook auch ein netter Smiley 😉 beigefügt war.
Im Anschluss an die Gegendarstellung folgen noch ein paar Ergänzungen / Klarstellungen unsererseits. Es lohnt sich also auch unsere „Gegendarstellung der Gegendarstellung“ zu lesen.



Gegendarstellung

09.06.2015


Eine Stellungnahme zum Artikel „Lebensquelle-Pastor bietet Gastronomieflächen über eBay an“, der über Hasepost.de am 08. Juni 2015 veröffentlicht wurde.

Sehr geehrter Herr Pohlmann,
bereits 2012 erwarben wir die alte Güterabfertigung auf dem alten Güterbahnhof in Osnabrück. Zum Bestand dieser gehörte eine unbefristete Genehmigung für ein Gastronomiegewerbe. Da unsere Finanzierungspläne zum Teil aus Vermietungen von Flächen bestehen, wurde die unbefristet genehmigte Fläche renoviert, um für die Vermietung freigegeben werden zu können. Diese Fläche war von Beginn an separat von unserem Projekt „Friedenszentrum“ geplant. Dies bedeutet also, dass wir nach wie vor eine Kirche bauen wollen. In unserer Pressekonferenz haben wir des Weiteren deutlich gemacht, dass wir bestimmte Flächen zur gewerblichen Nutzung anbieten wollen. Diese Genehmigung ist wirksam und wurde in unserem ersten wie auch zweiten, abgeänderten Bauantrag bei der Stadt eingereicht. Am 03.02.2014 erhielten wir die Eingangsbestätigung von der Stadt Osnabrück, diese reagierte aber bis zum heutigen Tag nicht auf den zweiten Bauantrag. Daher sind wir verwundert, weshalb Herr Otte als Stadtbaurat behauptet, dass nach seinem Wissen kein Antrag gestellt wurde. Nach Beendigung der größten Renovierungsarbeiten, wurde diese Immobilie markttypisch angeboten. Durch ein Missverständnis wurde eine Immobilie auf der Plattform „Ebay Kleinanzeigen“ unter einem privaten Account eines Mitgliedes der Gemeinde angeboten und als Ansprechperson wurde Eduard Ochs, welcher auch im internen Bauausschuss tätig ist, angegeben. Dieser besagte Account ist jedoch nicht im Besitz von Eduard Ochs und dies geschah auch ohne das Wissen von Herrn Ochs. Somit konnte er auch auf die Fragen der Hasepost nicht antworten, da er zu diesem Zeitpunkt von dieser Anzeige nichts wusste. Als dieser Fehler bemerkt wurde, wurde auch gebeten die Anzeige auf diesem Account schnellstmöglich zu entfernen.

Wir sind zudem über die Aussagen von Stadtbaurat Herrn Frank Otte erstaunt, da wir zu jeder Zeit das Gespräch mit der Stadt gesucht und auch oft geführt haben.

Mit freundlichen Grüßen

Evangelische Freikirche „Lebensquelle“ e.V.


 

Zu obiger Gegendarstellung stellen wir fest:

Zu den journalistischen Sorgfaltspflichten gehört grundsätzlich die Befragung der Person, über die berichtet wird.
Im vorliegenden Fall haben wir am Montag um 13:55 Uhr versucht den in den Online-Anzeigen bei Immobilienscout24 und eBay-Kleinanzeigen angegebene Pastor Eduard Ochs zuerst über die Festnetznummer des Lebensquelle e.V. zu erreichen – unter dieser Nummer meldete sich niemand. Erst dann haben wir die in den Online-Anzeigen angegebene Handynummer angerufen, dort meldete sich lt. Telefonprotokoll um 13:57 Uhr lediglich eine Mailbox, auf der eine Rückrufbitte hinterlassen wurde. Danach, um 13:58 Uhr, haben wir versucht Ihre Pressesprecherin Elena Lenz zu erreichen – ebenfalls erfolglos. Erst ein erneuter Anruf der bei beiden Onlineanzeigen angegeben Rufnummer (um 16:14 Uhr) ermöglichte ein Telefonat, in dem uns vom Angerufenen bestätigt wurde er sei Eduard Ochs und als Pastor für Ihren Verein tätig, und das die entsprechenden Anzeigen von ihm geschaltet wurden (Gedächtnisprotokoll: „sind das Ihre Anzeigen“, Antwort: „ja“), weitere Angaben wollte Herr Ochs nicht machen, er wollte „lieber nichts“ sagen, wie auch von uns zitiert.

eBay-Account nicht in Besitz von Pastor Ochs?

Pastor Ochs bei eBay KleinanzeigenNun schreiben Sie in Ihrer Gegendarstellung „Dieser besagte Account ist jedoch nicht im Besitz von Eduard Ochs und dies geschah auch ohne das Wissen von Herrn Ochs.
Das verwundert uns dann doch sehr. Zwar ist die ursprüngliche Anzeige inzwischen verschwunden (gelöscht) – aber unter dem gleichen Account werden weiterhin allerlei private Dinge angeboten, zum Beispiel eine TV-Schrankwand für 380,-€ – als Kontaktinformation steht dort auch tatsächlich  nicht Pastor Ochs sondern „Lenz“ (Ihre Pressesprecherin Elena Lenz?) und eine Festnetznummer.

Geht man jedoch eine Ebene über die einzelne Anzeige, und lässt sich alle unter diesem Account angebotenen Dinge anzeigen, wird als Inhaber des Accounts „E. Ochs“ angegeben… Verblüffend, denn genau so heisst der Pastor der Lebensquelle, Eduard Ochs.

Und Herr Ochs will also nicht gewusst haben, was auf einem unter seinem Namen laufenden Account veröffentlicht wurde? Wenn Sie es denn so schreiben in Ihrer Gegendarstellung…

Private Anzeigen (35 Euro gespart) sind „markttypisch“?

Ferner schreiben Sie „Nach Beendigung der größten Renovierungsarbeiten, wurde diese Immobilie markttypisch angeboten“.

Hier verweisen wir auf die – noch immer online stehende – Onlineanzeige bei Immobilienscout 24, dort – wie auch bei eBay – tritt Herr Ochs als Privatanbieter auf – oder hat auch hier jemand in falschen Namen eine Anzeige geschaltet?
Offenbar wurde eine provisionsfreie Anzeige über das Portal Ohne-Makler.net geschaltet. Die dort geschalteten Anzeigen werden bei diversen Portalen veröffentlicht. Privatanbieter zahlen nichts – gewerbliche Anbieter allerdings für 14 Tage mindestens 35 Euro.
Eine gewerbliche Anzeige als Privatanbieter aufgeben, nur um 35 Euro zu sparen, ist in unseren Augen nicht „markttypisch“!

Pastor Ochs bei Immoscout

Was der Stadtbaurat sagte – und was nicht

Und auch zu Stadtbaurat Frank Otte müssen wir wohl etwas ergänzen, damit hier kein falscher Eindruck entsteht.
Tatsächlich hat Herr Otte auf telefonische Nachfrage zu den Anzeigen bei eBay-Kleinanzeigen und Immobilienscout auch erwähnt, dass seines Wissens nach eine Genehmigung für eine Gastronomie im alten Güterbahnhof besteht. Er hat aber nicht gesagt oder auch nur angedeutet „dass nach seinem Wissen kein Antrag gestellt wurde“, wie in Ihrer Gegendarstellung behauptet.
Er zeigte sich lediglich „verwundert“ über die Gesamtheit der Anzeigen (für eine Gastronomie bei eBay und für Büroflächen bei Immobilienscout) und hat dann ganz allgemein über „Zwischennutzung“ gesprochen, die einer Genehmigung bedürfe. Dass eine entsprechende Genehmigung für die Gastronomie womöglich schon vorliegt (für Büroflächen aber wohl nicht?) war weder Thema unseres Interviews noch haben wir Herrn Otte dahingehend zitiert. Die weiteren Aussagen zu Genehmigungen und wann diese zu stellen sind, bezogen sich auf das Areal des Güterbahnhofs ganz allgemein, das geht aber auch aus dem Text hervor, wenn man ihn denn richtig liest.

Hasepost
Dieser Artikel ist keinem bestimmten Kollegen zuzuordnen.

 

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