# Gegen Waffenproduktion: Protest für eine zivile Zukunft des VW-Werks Osnabrück Datum: 21.01.2026 08:00 Kategorie: Aktuell URL: https://www.hasepost.de/gegen-waffenproduktion-protest-fuer-eine-zivile-zukunft-des-vw-werks-osnabrueck-678466/ --- In Osnabrück formiert sich Widerstand gegen eine mögliche militärische Nutzung des VW-Werks im Stadtteil Fledder. Mit einer Demonstration und einem Antimilitaristischen Winterfest will das Aktionsnetzwerk Zukunftswerk Osnabrück am 31. Januar ein deutliches Zeichen setzen – für eine zivile Industrie und gegen Rüstungsproduktion. ## Richtungsentscheidung für Osnabrück Im Laufe des Jahres 2026 steht für die Industrie- und Friedensstadt Osnabrück eine weitreichende Entscheidung an: Wie geht es mit dem VW-Werk im Fledder weiter? Seit Monaten wird öffentlich über eine mögliche Übernahme durch den Rüstungskonzern Rheinmetall diskutiert. ### Demonstration vom Hauptbahnhof zum Werk Den Auftakt der Aktion bildet am 31. Januar eine Demonstration. Um 12:15 Uhr startet der Protestzug am Hauptbahnhof und führt bis zum VW-Werk. Auf dem gemeinsamen Weg wollen die Teilnehmenden öffentlich Stellung beziehen gegen Militarisierung und für eine zivile Nutzung des Standorts. ### Winterfest als Ort der Begegnung Ab 13:00 Uhr beginnt auf der Fläche an der Narupstraße ein Antimilitaristisches Winterfest, das bis 17:00 Uhr dauert. Geplant ist ein offenes und vielfältiges Angebot: Infostände, Gesprächsangebote, Live-Musik, ein kleines Kulturprogramm sowie warme Speisen und Getränke. Die Veranstalter richten sich an alle, die sich Gedanken über die Zukunft der Arbeitsplätze im VW-Werk und über die industrielle Entwicklung Osnabrücks machen wollen. ### Kritik an Rüstungsproduktion Inhaltlich stellt das Aktionsnetzwerk die Frage nach Alternativen zur militärischen Nutzung des Werks in den Mittelpunkt. „Die Automobilindustrie befindet sich im Umbruch. Doch eine Umstellung auf Rüstungsproduktion darf nicht als alternativlos dargestellt werden“, betont das Zukunftswerk Osnabrück. Ziel sei es, andere Perspektiven sichtbar zu machen – etwa eine soziale und ökologische Konversion mit nachhaltigen Technologien und langfristig sicheren Arbeitsplätzen. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück