Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern können sich ab dem 1. Mai kostengünstig und noch detaillierter als bisher zum Thema Solarenergie beraten lassen. Die Stadt und der Landkreis Osnabrück bieten in Kooperation mit der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen und der Verbraucherzentrale Niedersachsen den Solar-Check plus an.

Bei einem Hausbesuch erfahren die Eigentümerinnen und Eigentümer, welche Möglichkeiten es in ihrem Gebäude gibt, mit einer Solarwärmeanlage die Warmwasserbereitung oder auch die Heizung zu unterstützen oder mit einer Photovoltaikanlage Strom zu erzeugen. „Im Vergleich zum bisherigen Solar-Check wird den Energieberatern mehr Zeit für den Blick auf Details eingeräumt, und die Ratsuchenden erhalten im Nachgang einen schriftlichen Bericht zur Solareignung ihres Hauses,“ beschreibt Karin Merkel von der Verbraucherzentrale den neuen Ansatz. Die Beratung hat einen Wert von 285 Euro, der Eigenanteil für die Hauseigentümer beträgt dank einer Förderung durch das Bundeswirtschaftsministerium jedoch lediglich 30 Euro.

Bessere Unterstützung durch Beratung

„Wir möchten Menschen mit Hauseigentum durch das intensivere Beratungsangebot nun noch besser unterstützen“, erläutert Wolfgang Griesert, Oberbürgermeister der Stadt Osnabrück. „Die Beratung ist eine sehr gute Grundlage und Entscheidungshilfe bei den Überlegungen rund um den Bau einer Solaranlage“, fügt Dr. Michael Lübbersmann, Landrat des Landkreises Osnabrück, hinzu.

Besonders die Stromerzeugung auf dem eigenen Dach ist bei Hauseigentümern beliebt. Die sinkenden Preise für Solarmodule ermöglichen die Stromerzeugung zu zehn bis zwölf Cent pro Kilowattstunde (kWh), das ist deutlich günstiger als der Strombezug aus dem Netz mit durchschnittlich 30 Cent pro kWh. Es lohnt sich also, möglichst viel des selbst erzeugten Stroms im eigenen Haushalt zu verbrauchen, denn durch die Ersparnis von 18 bis 20 Cent pro kWh gegenüber dem Strombezug aus dem Netz refinanzieren sich die Anlagenkosten innerhalb von zehn bis 20 Jahren. Für den nicht selbst genutzten Strom, der ins Netz eingespeist wird, erhalten Hauseigentümer derzeit elf Cent pro kWh.

Mehr Anlagen als im Vorjahr

Unter diesen Voraussetzungen wurden 2018 deutlich mehr Solarstromanlagen gebaut als in den Vorjahren. Das große Potenzial der Sonne möchten die Stadt und der Landkreis kontinuierlich fördern. Dazu hat der Landkreis Osnabrück kürzlich sein Solardachkataster aktualisiert, die Stadt Osnabrück arbeitet aktuell an der Aktualisierung. Die Kataster dienen als hervorragende Grundlage für die bevorstehenden Solarberatungen. Sie sind unter folgenden Adressen zu erreichen: www.osnabrueck.de/solardachkataster für die Stadt Osnabrück sowie www.solardachkataster-Lkos.de für den Landkreis Osnabrück.

Die Anzahl der Solar-Checks plus ist begrenzt. Anmeldungen für den Solar-Check plus im Stadtgebiet nimmt die Stadt Osnabrück unter der Telefonnummer 0541/323-3173 oder per E-Mail an umwelt@osnabrueck.de entgegen. Anmeldungen aus dem Landkreis sind beim Landkreis Osnabrück unter der Telefonnummer 0541/501-3458 oder per E-Mail an staneva@Lkos.de möglich.