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Gastronomie, Coworking und E-Sport – das Galeria Kaufhof Gebäude wird zum „Osnabrücker Ding“

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Das Galeria Kaufhof Gebäude am Neumarkt. / Foto: Pohlmann

Wie lässt sich die Verödung der Innenstädte stoppen? Spätestens seit der Corona-Pandemie ist der Niedergang des Einzelhandels in aller Munde. Im leerstehenden Galeria Kaufhof Gebäude soll bald ein ganz neues Konzept zur Belebung des Osnabrücker Stadtzentrums verwirklicht werden.

Im vergangenen Jahr kaufte die Hamburger „Think United GmbH“ das leerstehende Galeria Kaufhof Gebäude. Aus dem alten Kaufhaus soll das „Osnabrücker Ding“ werden, doch was verbirgt sich hinter dem kuriosen Namen? „Das „Ding“ ist ein Cross Community Space, der verschiedene Inhalte unter einem Dach vereint und somit Menschen anzieht, die ihre Interessen hier mit anderen teilen können“, erklärt Matthias Linnenbrügger, Unternehmenssprecher der „Think United GmbH“. Ein wichtiger Bestandteil des Konzeptes  sind Coworking Räume, in denen Startups, Freiberufler und digitale Nomaden gemeinsame Büroflächen nutzen. Doch das „Ding“ ist weit mehr: „Coworking ist nur ein Modul von vielen. In das Erdgeschoss sollen Einzelhandel, Pop-up-Stores und Gastronomie einziehen. Die übrigen Stockwerke werden unter anderem Fitnessräume, Event- und Konferenzräume sowie einen „United Cyber Space“ für Gaming und E-Sport beheimaten,“ erzählt Geschäftsführer Jens-Michael Janssen im Gespräch mit der HASEPOST.

Coworking-Bereich im „Hamburger Ding“. / Foto: Think United GmbH

Gaming und E-Sport

Die Förderung der Videospiel-Kultur und des E-Sports liegt dem Unternehmen besonders am Herzen. Für etwa 20€ im Monat gewährt eine Mitgliedschaft Zutritt zum „United Cyber Space“. „Der E-Sport Bereich soll ähnlich wie ein Sportverein laufen„, erklärt Janssen. „Interessenten können die Räumlichkeiten und die PCs zu bestimmten Stunden mieten. Dazu wollen wir Training, Coaching und kleine Lan-Partys anbieten„. Dabei geht es dem Geschäftsführer auch darum, mehr gesellschaftliche Akzeptanz zu schaffen und Gaming aus der Schmuddelecke zu holen: „Wir wollen nicht, dass die Kids in ihren Schlafzimmern vereinsamen. Viele Eltern haben leider nur wenig Ahnung und eine sehr negative Meinung von Videospielen. Gaming ist mehr als nur Ego-Shooter, es entstehen Gemeinschaften, Netzwerke und ein toller sozialer Austausch. Viele junge Menschen könnten sehr davon profitieren, wenn die Akzeptanz eine andere wäre„. In Hamburg steht schon seit 2019 ein „Ding“. Hier organisieren die Betreiber „golden Gaming“ Angebote für Senioren, die die örtliche Helios-Klinik sogar in ihr Reha-Angebot integriert.

Das „Hamburger Ding“ bietet reichlich Platz für Gaming und E-Sport. / Foto: Think United GmbH

Gute Erfahrungen in Hamburg

Das „Hamburger Ding“ eröffnete bereits vor zwei Jahren, bisher sind die Betreiber sehr zufrieden: „Unser einmaliger Mix wurde herausragend angenommen, vor dem ersten Lockdown lag die Auslastung innerhalb weniger Monate bei nahezu 100 Prozent. Das ist ein klarer Beleg dafür, dass wir mit unserer Idee richtig liegen und gibt uns das Vertrauen, die Cross Community Spaces zu skalieren„, so Unternehmenssprecher Linnenbrügger. Doch kann das Hamburger Konzept auch im deutlich kleineren Osnabrück funktionieren? Geschäftsführer Janssen ist davon überzeugt: „Ich glaube nicht, dass sich die Osnabrücker stark von den Hamburgern unterscheiden. Auch der Osnabrücker will in einer coolen Location arbeiten und seine Freizeit verbringen. In einer Stadt wie Hamburg ist nicht nur die Nachfrage, sondern auch das Konkurrenzangebot z.B. im Bereich E-Sport größer als in Osnabrück. Im kommenden Jahr soll ein „Ding“ in Kiel eröffnen. Auch Kiel ist eine mittelgroße Stadt und die Leute sind von unserem Konzept begeistert“. 

Hygge-Lounge im „Hamburger Ding“ / Foto: Think United GmbH

Eröffnung für 2024 geplant

Die „Think United GmbH“ besitzt das ganze Galeria Kaufhof Gebäude, das „Osnabrücker Ding“ soll allerdings nur 3.500 bis 5.000 Quadratmeter beanspruchen. Die übrigen Flächen könnten für Wohnungen und klassische Büroräume genutzt werden. Wenn alles nach Plan läuft, beginnen die Bauarbeiten im Jahr 2022 und enden 2024. Bis dahin wird das Innere des Gebäudes seine Kaufhausstruktur verlieren und grundlegend umgestaltet. Auch die altbackene Fassade verschwindet, sodass der in die Jahre gekommene Kaufhof einem hellen und modernen „Ding“ weicht.

Lukas Brockfeld
Lukas Brockfeld ist seit dem Sommer 2019, erst als Praktikant und inzwischen als fester Mitarbeiter, für die Redaktion der HASEPOST unterwegs.

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