# G7 drohen Iran wegen blutiger Protestunterdrückung mit Sanktionen Datum: 15.01.2026 16:21 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://www.hasepost.de/g7-drohen-iran-wegen-blutiger-protestunterdrueckung-mit-sanktionen-676662/ --- Die G7-Außenminister haben in einer gemeinsamen Erklärung das Vorgehen der iranischen Behörden gegen die andauernden Proteste scharf kritisiert. Sie sprechen von „brutaler Unterdrückung“ und drohen zusätzliche Maßnahmen an, sollte Teheran sein Vorgehen nicht ändern. Laut Erklärung fordern sie die iranische Führung auf, Gewalt zu beenden und die Menschenrechte zu achten. ## Schwere Vorwürfe gegen iranische Behörden In der Erklärung der G7-Außenminister ist von einer „brutalen Unterdrückung des iranischen Volkes, das seit Ende Dezember 2025 mutig seinen legitimen Wunsch nach einem besseren Leben in Würde und Freiheit äußert“, die Rede. Das Dokument wurde am Donnerstagnachmittag verbreitet. Weiter heißt es in der Erklärung: „Wir sind äußerst beunruhigt ob der Berichte über die hohe Zahl an Todesopfern und Verwundeten. Wir verurteilen den bewussten Einsatz von Gewalt und die Tötung von Demonstrierenden, willkürliche Festnahmen und Einschüchterungstaktiken der Sicherheitskräfte.“ ### Appell zu Zurückhaltung und Achtung der Rechte Die G7-Außenminister rufen laut Erklärung die iranischen Behörden „nachdrücklich“ auf, „umfassende Zurückhaltung zu üben“, keine Gewalt anzuwenden und „die Menschenrechte und Grundfreiheiten der Bürger Irans aufrechtzuerhalten“. Dazu zählten das Recht auf freie Meinungsäußerung, das Recht, Informationen zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten, sowie das Recht, sich zu Vereinigungen zusammenzuschließen und sich friedlich zu versammeln, ohne Furcht vor Repressalien. ### Drohung mit weiteren Maßnahmen „Die Mitglieder der G7 sind unverändert bereit, zusätzliche restriktive Maßnahmen zu erlassen, wenn Iran sein hartes Vorgehen gegen Proteste und abweichende Meinungen unter Verstoß gegen seine internationalen Menschenrechtsverpflichtungen fortsetzt“, heißt es in der Erklärung weiter. Der Text wird von den Außenministerinnen Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Japans, Kanadas, des Vereinigten Königreichs und der Vereinigten Staaten von Amerika sowie der Hohen Vertreterin der Europäischen Union mitgetragen. Nach unterschiedlichen Angaben verschiedener Menschenrechtsorganisationen sind bei der seit etwas über zwei Wochen andauernden Protestwelle im Iran rund 2.600 bzw. 3.400 Menschen ums Leben gekommen. Auslöser der Proteste war ein dramatischer Fall der iranischen Währung. Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, 15. Januar 2026 16:21. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück