Oberbürgermeister Wolfgang Griesert hat am Freitag das Kuratorium der Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister im Friedenssaal des Osnabrücker Rathauses empfangen. Eine Aufgabe der in Osnabrück ansässigen Stiftung ist es, bei der Umsetzung des Verpackungsgesetzes für Transparenz und Rechtsklarheit zu sorgen.

Das Anfang des Jahres in Kraft getretene Verpackungsgesetz legt fest, dass der Hersteller eines Produkts auch für die Verpackung die Produktverantwortung im Sinne von Vermeidung, Wiederverwendung und Verwertung übernimmt. In diesem Zusammenhang registriert die Zentrale Stelle Verpackungsregister als beliehene Bundesbehörde die Produktverantwortlichen. Auch weitere ökologische Ziele, wie beispielsweise die Erfüllung der Recyclingquoten und die finanzielle Förderung von nachhaltigeren Verpackungen, werden durch die Zentrale Stelle Verpackungsregister überwacht.

Ein Zeichen für Nachhaltigkeit

Das Kuratorium ist nach den Aufsichtsbehörden das oberste Kontrollorgan einer Stiftung. Vertreter von Industrie und Handel sowie des Bundeswirtschaftsministeriums und des Bundesumweltministeriums sind Mitglieder des Kuratoriums. Hinzu kommen Vertreter der Länder und der Kommunalen Spitzenverbände. In Richtung des Kuratoriumsvorsitzenden Franz-Olaf Kallerhoff und Gunda Rachut als Vorstand der Stiftung sowie der anderen Kuratoriumsmitgliedern sagte Griesert: „Sie sind für uns ein großer Gewinn, weil Sie sehr gut zu unserem Profil als Friedensstadt, bei dem es auch um den Ressourcenschutz geht, passen.“ Er betonte, dass die Stiftung ein deutliches Zeichen in Sachen Nachhaltigkeit setzt und fügte hinzu: „Sie stehen ein für die vertrauensvolle und zielorientierte Zusammenarbeit der staatlichen Behörden und der Kommunalen Spitzenverbände mit Vertretern von Handel und Industrie.“ Kallerhoff zum Beispiel ist Vorsitzender der Geschäftsführung der Procter & Gamble Germany GmbH. Griesert dankte der Industrie, die die Stiftung 2017 ins Leben gerufen hat. Es sei im Interesse aller Menschen in Deutschland, dass das effiziente und transparente Recyclingsystem für Deutschland ein Markenzeichen bleibt. „Darum beneiden uns viele Staaten auf der Welt.“

Ökologische Komponente der Friedensstadt

Auch Osnabrück versucht den Abfall möglichst effektiv zu verwerten und einem neuen Kreislauf zuzuführen. Diese ökologische Komponente sieht Griesert als wichtiges Element von Osnabrücks Identität als Friedensstadt – neben dem Bestreben, als Erbe des Westfälischen Friedens von 1648 auch heute den Frieden zwischen den Völkern, Nationen, Kulturen und Religionen zu bewahren.

Die bundesweit tätige Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister ist Teil einer Reihe von Institutionen, die in Osnabrück ihren Sitz haben und die auf ganz unterschiedlichen Feldern dafür stehen, den Frieden zu wahren und zu fördern. Griesert nennt in diesem Zusammenhang die deutsche Sektion des Kinderhilfswerks terre des hommes, die Bundesstiftung Umwelt und die Deutsche Stiftung Friedensforschung.