Aktuell Für die Tonne? BigBelly Luxusmülltonnen für Osnabrück

Für die Tonne? BigBelly Luxusmülltonnen für Osnabrück

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Insgesamt acht elektrische Mini-Müllpressen sollen 20 vorhandene Standardboxen ersetzen.

BigBelly Solar Mülltonne Los Angeles
BigBelly Mülltonne in Los Angeles, hier mit Werbefläche, die vermarktet werden könnte
Rechnen soll sich das Projekt durch seltenere Leerung und entfallende Feiertagszuschläge.
Zudem sollen die neuen Solartonnen auch so beschichtet sein, dass Aufkleber keine Chance haben (Graffiti vermutlich aber doch).

Es gibt auch kritische Stimmen im Netz

Eine kurze Google-Recherche zeigt: Das kann sich rechnen, es gibt aber auch wissenschaftliche Studien, die andernorts von einer Anschaffung abraten, und drastische Bilder von Defekten und Vandalismus.

Nun soll es ein neues Modell geben, das auch besser funktionieren soll, als das nach einer Testphase im vergangenen Jahr durchgefallene Testgerät des gleichen Herstellers.

Pfandringe? In Hamburg werden Sie bereits wieder demontiert!

Bereits während der Testphase 2014 beobachtete man die Erfahrungen in Hamburg, wo gleich 160 derartige Mülltonnen angeschafft wurden. Dort wurde Kritik laut, dass man nicht an die Pfandsammler gedacht habe, denn die kommen nicht mehr an einmal eingeworfene Einwegflaschen und Dosen heran, die direkt im Gerät zusammengepresst werden.

Die Stadtreiniger an der Elbe reagierten schnell, und rüsteten sogenannte „Pfandringe“ nach, in die Pfandflaschen und Dosen außen an der Mülltonne abgestellt werden können, damit diese von „Pfandsammlern“ übernommen werden.

Doch bereits nach einem Jahr zieht man in Hamburg eine negative Bilanz, wie der Blogger und freie Autor Henry Lührs aufdeckte. Die Pfandringe, die auch in Osnabrück womöglich angebracht werden, wurden in der Hansestadt bereits teilweise wieder demontiert. Die „Testphase“ laufe aber weiter, „bis eine eindeutige Bewertung möglich sei“, so die Hamburger Stadtreinigung.

Einzelpreis USA: 4.000 Dollar – Osnabrück: 6.000 Euro?

Für die acht Luxusmülleimer, deren Grundpreis in den USA bei etwa 4.000 Dollar (ca. 3.570 Euro) liegt, soll die klamme Stadtkasse mit 48.000 Euro belastet werden (6.000 Euro pro Stück).
Die vom deutschen Importeur angebotene Leasingoption, oder die Vermarktung der Werbeflächen, steht bislang noch nicht zur Diskussion.

Was aber bis zur Verabschiedung – oder Ablehnung – durch den Stadtrat mit Sicherheit noch für Diskussionen sorgen wird, dürfte die Frage sein, ob sich solche „Experimente“ bei der aktuellen Haushaltslage und dem bestehenden Ausgabenstopp überhaupt rechtfertigen lassen.



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Heiko Pohlmann
Heiko Pohlmann gründete die HASEPOST 2011 unter dem Titel "I-love-OS", die Ursprungsidee reicht aber auf das bereits 1996 gestartete Projekt "Loewenpudel.de" zurück. Direkte Durchwahl per Telefon: 0541/385984-11

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