Angesichts jüngster Gerüchte um ein mögliches Produktions-Aus bei Volkswagen in Osnabrück schlägt der SPD-Landtagsabgeordnete Frank Henning Alarm. In einer Stellungnahme warnt er eindringlich vor den Auswirkungen solcher Spekulationen auf Beschäftigte und die gesamte Region.
„Die aktuellen Spekulationen über ein mögliches Ende der VW-Produktion in Osnabrück sind alarmierend und sorgen für große Verunsicherung – nicht nur bei den Beschäftigten des Werks, sondern in der gesamten Region“, erklärt Henning.
Vereinbarung im Dezember 2024 getroffen
Er verweist darauf, dass bereits im Dezember 2024 klare Vereinbarungen zur Zukunft des Standorts getroffen wurden – darunter die Verlängerung der Produktion des T-Roc Cabrio bis 2027. Die nun kursierenden Gerüchte widersprächen dieser Vereinbarung und seien aus seiner Sicht nicht haltbar. „Solche Gerüchte in die Welt zu setzen, ist unverantwortlich und widerspricht klar den im Dezember getroffenen Vereinbarungen, die dem Standort Osnabrück eine Zukunftsperspektive geben sollen.“
Der Landtagsabgeordnete betont, in engem Austausch mit der Landesregierung zu stehen. „Der Ministerpräsident hat deutlich gemacht, dass über die Zukunft des Standorts nicht durch den Markenvorstand entschieden wird. Dies würde auf Konzernebene erfolgen. Die Position der Landesregierung ist eindeutig: Es gilt weiterhin die im Dezember vereinbarte Verlängerung der T-Roc-Cabrio-Produktion in Osnabrück bis 2027. Darüber hinaus sollen konkrete Optionen für die weitere Nutzung des Werks geprüft werden. Die Landesregierung will, dass der Standort Osnabrück eine Perspektive hat.“
Olaf Lies unterstreicht die Verantwortung von Volkswagen
Auch mit Wirtschaftsminister und designiertem Ministerpräsidenten Olaf Lies steht Henning nach eigenen Angaben in engem Kontakt. „Olaf Lies unterstreicht ebenfalls die Verantwortung von Volkswagen, den Standort Osnabrück langfristig zu sichern und tragfähige Perspektiven zu entwickeln.“ Lies habe deutlich gemacht: „VW hat sich verpflichtet und sieht sich auch in der Verantwortung für eine langfristige Lösung und eine langfristige Absicherung des Standortes, wie im Dezember vereinbart. Unterschiedliche Optionen werden geprüft. Darum kümmert sich die Landesregierung und darum werde ich mich auch in meiner möglichen neuen Verantwortung kümmern.“
Mit Blick auf die Beschäftigten bei VW Osnabrück und in den zahlreichen Zulieferbetrieben richtet Henning einen eindringlichen Appell an den Konzern: „Ich fordere VW auf, Wort zu halten. Der Konzern muss seinen Zusagen zur langfristigen Sicherung des Standorts nachkommen und alle möglichen Optionen zur Zukunft der Automobilfertigung in Osnabrück ernsthaft prüfen. Alles andere wäre insbesondere gegenüber den Tausenden Beschäftigten bei VW und in den Zulieferbetrieben schlichtweg unverantwortlich.“