Osnabrück Forschungsvorhaben der Universität Osnabrück als UN-Dekade-Projekt ausgezeichnet

Forschungsvorhaben der Universität Osnabrück als UN-Dekade-Projekt ausgezeichnet

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Das Projekt „Biodiversität und nachhaltiges Management von Steinbrüchen“ wurde als Projekt der UN-Dekade „Biologische Vielfalt“ ausgezeichnet. / Foto: Universität Osnabrück, S. Kämpfer [Das Foto wurde bereits am 11. März 2020 aufgenommen].

Das Projekt „Biodiversität und nachhaltiges Management von Steinbrüchen in Zeiten des globalen Wandels“ der Universität Osnabrück wurde von einer Fachjury als offizielles Projekt der UN-Dekade „Biologische Vielfalt“ ausgezeichnet. Die Auszeichnung wird an vorbildliche Projekte verliehen, die sich in besonderer Weise für den Erhalt der biologischen Vielfalt einsetzen.

Im Fokus des Forschungsvorhabens, das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) fachlich und finanziell gefördert wird, erarbeiten Wissenschaftler der Abteilung für Biodiversität und Landschaftsökologie der Universität Osnabrück ein Konzept für den Erhalt der Artenvielfalt in Steinbrüchen. Dabei werden in Kooperation mit zahlreichen Partnern aus Naturschutzpraxis und der Rohstoffindustrie Handlungsempfehlungen für eine diversitätsfördernde und nachhaltige Bewirtschaftung der Abbauflächen entwickelt, die sowohl die Abbau- als auch die Nachnutzungsphase einbeziehen.

Wichtiger Unterschlupf für gefährdete Tierarten

„Steinbrüche sind Hotspots der Biodiversität und bieten zahlreichen gefährdeten Arten einen geeigneten Lebensraum“, fasst Projektleiter Prof. Dr. Thomas Fartmann die bisherigen Ergebnisse zusammen und ergänzt: „Vor allem Arten, die auf nährstoffarme Lebensräume mit spärlicher Vegetation angewiesen sind, und in der heutigen intensiv genutzten Kulturlandschaft kaum noch geeignete Lebensräume vorfinden, profitieren von den Bedingungen in Steinbrüchen.“ Neben Vögeln und Amphibien würden auch zahlreiche Insekten wie Tagfalter, Heuschrecken, Libellen und Wildbienen gute Lebensraumbedingungen in Steinbrüchen finden. „Auf diese Weise bilden Steinbrüche wichtige Refugien für gefährdete Arten in einer ansonsten häufig strukturarmen, monotonen Kulturlandschaft“, sagt Dr. Reinhard Stock, DBU-Fachreferent Naturschutz, anerkennend. Die Verleihung der Auszeichnung fand während eines Projekttreffens in Brilon-Madfeld statt, in dessen Rahmen aktuelle Forschungsergebnisse der Wissenschaftler vorgestellt und mit dem projektbegleitenden Beirat aus Vertretern der Naturschutzpraxis und der Steinbruchbetreiber diskutiert wurden.


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