Deutschland & die Welt Fluggastrechte: Was alle Flugreisenden wissen sollten

Fluggastrechte: Was alle Flugreisenden wissen sollten

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Wenn die Ferien vor der Tür stehen, geht es für viele Deutsche zur Erholung oder zum Aktivurlaub ins Ausland. Oftmals werden die dafür erforderlichen Strecken mit dem Flugzeug zurückgelegt: Trotz Kritik bezüglich der CO2-Bilanz ist Fliegen noch immer eine beliebte Fortbewegungsart besonders bei Langstrecken. Viele Fluggäste wissen aber nicht, welche Rechte sie vor, während und nach ihrer Zeit an Bord überhaupt haben. In der EU-Fluggastrechteverordnung ist ganz genau festgehalten, was bei Verspätungen, Annulierungen oder beim Eintreten außergewöhnlicher Umstände auf Fluggäste wartet.

Was ist die EU-Fluggastrechteverordnung?

In der Vergangenheit kam es häufig zu Unklarheiten, wenn Reisende es am Flughafen mit deutlichen Verspätungen oder gar gestrichenen Flügen kam: Oftmals war nicht klar, welche Rechte Fluggäste in diesen Fällen haben. Aus diesem Grund wurde die EU-Fluggastrechteverordnung ins Leben gerufen: Diese beinhaltet alle wichtigen Informationen rund um Fluggastrechte, so zum Beispiel die Entschädigungen bei Flugverspätung oder die erforderlichen Vorsorgeleistungen der Airlines. Airhelp informiert zuverlässig über alle wichtigen Punkte, die Fluggäste wissen müssen.

Wann können Flugreisende entschädigt werden?

Eine Entschädigung steht Flugreisenden etwa zu, wenn der Zielflughafen mit drei oder mehr Stunden Verspätung erreicht wird. Damit einhergehende verpasste Anschlussflüge berechtigen ebenfalls zu einer Entschädigung – und das auch dann, wenn die Flüge bei unterschiedlichen Airlines gebucht waren. Ein Ausfall des gebuchten Fluges kann eine Entschädigung bringen, wenn die Airline nicht mindestens 14 Tage im Voraus darüber informiert hat. Nicht zuletzt kann auch eine Überbuchung dazu führen, dass Reisende einen Anspruch auf eine finanzielle Entschädigung haben, wenn sie trotz regulärer Buchung keinen Platz an Bord bekommen.

Wie hoch kann die Entschädigung ausfallen?

Die mögliche Höhe der Entschädigung bei einer Verspätung, einem Ausfall oder einer Überbuchung hängt in erster Linie davon ab, welche Entfernung mit dem Flug zurückgelegt werden sollte. Bei Kurzstrecken bis zu 1500 Kilometern sind es bei einem Flugausfall bis zu 250 Euro, bei Mittelstrecken bis zu 3500 Kilometer sogar bis zu 400 Euro. Kommt es bei Langstreckenflügen ab 3500 Kilometern zu Problemen, können bis zu 600 Euro Entschädigung fällig werden.

Was sind „außergewöhnliche Umstände“?

Die EU-Fluggastrechteverordnung sieht vor, dass Airlines keine Entschädigungen an Fluggäste leisten müssen, wenn ein Flugausfall oder eine Verspätung aufgrund außergewöhnlicher Umstände entstanden sind, auf welche die Fluggesellschaft keinen Einfluss hat. Dazu gehören beispielsweise Streiks, schwere Unwetter oder Vögel im Triebwerk, aber auch Sperrungen des Flughafens oder des Luftraums sowie politische Instabilitäten. Eine Ausnahme stellen Situationen dar, die bereits im Voraus absehbar waren und so vermeidbar gewesen wären: In diesen Fällen kann in bestimmten Fällen doch eine Entschädigung verlangt werden.

Informationspflicht von Seiten der Airlines

Fluggesellschaften haben die Pflicht, Reisende umfassend, korrekt und verständlich über ihre Rechte zu informieren. Das schreibt der Gesetzgeber vor. Hat eine Fluggesellschaft Kenntnis von einer Verspätung oder einem Ausfall, muss sie diese den Passagieren unverzüglich mitteilen, so etwa bei der Abfertigung oder auf ihrer Website. Dabei sind nicht nur die Angaben zum betroffenen Flug erforderlich, sondern auch Informationen zur möglichen Entschädigung. Da nicht davon ausgegangen werden kann, dass alle Fluggäste detailliert über ihre Rechte Bescheid wissen, stehen die Airlines hier in der Informationspflicht.

 

Redaktion Hasepost
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