Osnabrück Feuerwehr Osnabrück führt Übung mit Atemschutz im Hasestollen durch

Feuerwehr Osnabrück führt Übung mit Atemschutz im Hasestollen durch

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Im Hasestollen in Osnabrück wurde am Mittwoch, dem 15. Juli 2020, eine Atemschutzübung der Feuerwehr Osnabrück durchgeführt. Es war die erste große Übung auf fremdem Gelände für die 12 angehenden Feuerwehrleute.

Die Übung zählt zur 26-Wöchigen Grundausbildung der Feuerwehr. Die 12 Feuerwehrleute sind am 1. Juli mit ihrer Ausbildung angefangen – für sie war es die erste große Übung auf fremdem Gelände. Der 30 Meter tiefe und 300 Meter lange Stollen bietet die außergewöhnliche Möglichkeit, den realen Einsatz unter Tage zu simulieren. Mithilfe der Übung soll trainiert werden, wie es ist mit Atemschutzgeräten durch den verrauchten Stollen zu gehen. „Die Atemschutzgeräte wiegen circa 20 Kilo und dann kommt noch die normale Schutzkleidung und die andere Ausrüstung dazu“, erklärt Erwin Thöle, Leiter des Atemschutz bei der Feuerwehr Osnabrück. „Wir haben die Atemschutzmasken abgeklebt, um den Rauch zu simulieren. Deswegen sehen die Feuerwehrleute auch in der Übung so gut wie nichts.“

Die abgeklebte Atemschutzmaske. / Foto: Jannis Brunsmann

Stromkasten löschen und Dummys bergen

Für die Übung wurde die Gruppe aufgeteilt. „Die Hälfte der Feuerwehrleute kommt von oben die 30 Meter lange Treppe herunter und soll das Löschen eines Stromkastens simulieren. Die andere Hälfte muss den 300 Meter langen Stollen nach einem Dummy durchsuchen, diesen bergen und dann die 300 Meter wieder zurück ans Freie bringen“, erklärt Erwin Thöle. Die Feuerwehrleute sind dafür immer in Zweierteams unterwegs. „Die ganze Übung läuft heute sechs mal ab. Nach der Hälfte wird getauscht, damit jedes Team beides gemacht hat“, so Thöle. Beide Übungen laufen parallel ab. „Kommunikation ist das Wichtigste“, berichtet Daniel Middendorf, angehender Feuerwehrmann. „Mit dem eigenen Trupp, mit dem Truppenführer, mit dem Trupp draußen – es geht alles nur im Team.“

Zwei Feuerwehrleute beim Simulations-Einsatz unter Tage. / Foto: Jannis Brunsmann

Notfälle im Hasestollen

„Wassereinbrüche wie früher, als im Stollen noch gearbeitet wurde, kann es heute nicht mehr geben“, versichert Barbara Kahlert, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Museums Industriekultur. „Aber wir haben eine Stromkasten für den Fahrstuhl und die Beleuchtung. Wenn der brennt, gibt es sofort Alarm bei der Feuerwehr. Außerdem muss die Feuerwehr kommen, wenn es eine Verletzung bei einem Besucher gibt.“ Ein Notfallplan wurde in Absprache mit dem Bergbauamt in Meppen aufgestellt.

Die Feuerwehr am Hasestollen. / Foto: Jannis Brunsmann


Jannis Brunsmann
Jannis Brunsmann studiert Medienkommunikation (Journalismus und PR) und unterstützt die Redaktion im Rahmen eines Praktikums.

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