Am Freitagabend, 30.11.2018, kam es in Glandorf bei Osnabrück zu einem Feuer, bei dem zwei Wohnhäuser beschädigt wurden.

Kurz vor 21:00 Uhr bemerkten Bewohner in einer Siedlung den Brand ihres Hauses und riefen die Feuerwehr. Daraufhin alarmierte die Rettungsleitstelle zunächst die Ortsfeuerwehr Glandorf und vorsorglich einen Rettungswagen. Bereits auf der Anfahrt war eine starke Rauchentwicklung zu sehen, weshalb Gemeindebrandmeister Frank Andiel sofort die Ortsfeuerwehr Schwege nachalarmieren ließ.

Kräfte bereits bei Anfahrt und Eintreffen nachalarmiert

Als Andiel bei Eintreffen an der Einsatzstelle das genaue Ausmaß sah, forderte er darüber hinaus die Feuerwehr Bad Laer und die Drehleitereinheit aus Bad Rothenfelde zur Unterstützung an.

Vor Ort fanden die Einsatzkräfte einen Komplex aus drei aneinander gereihten Garagen und einen angrenzenden Holzlagerschuppen vor, die in Brand standen und auf die Wohnhäuser links und rechts davon übergriffen.

Zur Brandbekämpfung setzten die Feuerwehrleute das Wenderohr der Drehleiter, ein sogenanntes B-Strahlrohr und sechs kleinere C-Strahlrohre ein, die mit Wasser aus zwei Hydranten versorgt wurden. Damit wurde das Feuer von außen und im Inneren der Gebäude bekämpft. „Wir hatten parallel jeweils zwei Trupps in den Dachböden der beiden Häuser im Einsatz.“, so Hubert Johannpötter, Einsatzleiter und Ortsbrandmeister in Glandorf. „Im Dachstuhl hatte sich bereits viel Rauch angesammelt und die Holzbalken begannen zu brennen.“, beschrieb er weiter die Situation.

Weitere Ausbreitung und Durchzündung verhindert

Solche Momente stellen für die Einsatzkräfte immer eine besondere Aufgabe dar. Wenn sich Rauch ansammelt aber nicht rechtzeitig entweichen kann und durch das Feuer immer weiter aufgeheizt wird, besteht das Risiko einer Durchzündung. Dadurch hätte sich der Brand noch massiv weiter ausbreiten und das Szenario heikel für Einsatzkräfte werden können. Den vier Feuerwehren gelang es jedoch, dies zu verhindern. Gegen 22 Uhr war der Brand unter Kontrolle.

Hoher Sachschaden – Tatortgruppe nimmt Brandstelle in Augenschein

An den Häusern entstand aber hoher Sachschaden, verletzt wurde niemand. Durch den Brandrauch und das Löschwasser werden Häuser temporär vermutlich nicht bewohnbar sein. Aufgrund der Schadenshöhe rückte seitens der Polizei ein Team der Tatortgruppe Osnabrück an, die u.a. in der Brandursachenermittlung ausgebildet ist. Dies erfolgt bei hohen Sach- und Personenschäden unabhängig davon, ob Verdachtsmomente einer Straftat vorliegen.

Zur Betreuung der Anwohner und Ablösung des Regelrettungsdienstes wurden im Einsatzverlauf ehrenamtliche Rettungsdienstkräfte der Schnell-Einsatz-Gruppe des Malteser Hilfsdienstes aus Glandorf zur Einsatzstelle geordert.

Auch Ehrenamtliche des Rettungsdienstes im Einsatz

Bis in den späten Abend waren die vier Feuerwehren und die SEG mit rund 75 Personen im Einsatz. Einsatzleiter Johannpötter klassifizierte den Einsatz mit diesem Stärkebedarf als Großbrand.