# FDP fordert schnelle Reform für Auslandswahlen Datum: 23.02.2025 09:34 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://www.hasepost.de/fdp-fordert-schnelle-reform-fuer-auslandswahlen-569055/ --- In einem Vorstoß zur Verbesserung der Wahlbeteiligung von Auslandsdeutschen fordert der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Konstantin Kuhle eine zügige Änderung der Regularien. Er plädiert dafür, dieses Thema gleich zu Beginn der nächsten Legislaturperiode anzugehen, um die langjährigen organisatorischen Probleme bei der Briefwahl zu beheben. ## Kritik an der aktuellen Praxis Konstantin Kuhle, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FDP, äußert scharfe Kritik an der derzeitigen Handhabung der Briefwahl für Deutsche im Ausland. „Mein Vorschlag ist: Diejenigen, die wirklich etwas ändern wollen, setzen sich gleich zu Beginn der nächsten Legislaturperiode zusammen“, sagte Kuhle in einem Gespräch mit „T-Online“. Er betont, dass es nicht hinnehmbar sei, erst kurz vor der Wahl über notwendige Änderungen nachzudenken. ### Vorschläge für schnellere Abwicklung Der FDP-Politiker schlägt vor, Wahlunterlagen direkt in Botschaften und Konsulaten auszudrucken, um den Prozess der Stimmenabgabe zu beschleunigen. „Das würde das Verfahren erheblich beschleunigen. Man könnte die Briefwahl direkt in den Auslandsvertretungen abhalten oder die ausgefüllten Briefwahlunterlagen an das Konsulat senden. Die gesammelten Stimmen würden dann in einem Paket direkt nach Deutschland geschickt, anstatt dass jeder Wähler individuell Briefe versendet“, erläutert Kuhle. ### Unwürdiger Zustand einer Demokratie Die momentane Handhabung der Briefwahl sei laut Konstantin Kuhle „ein Skandal, weil viele Deutsche im Ausland daran gehindert werden, ihr demokratisches Recht wahrzunehmen. Das ist einer Demokratie unwürdig.“ Insbesondere bei vorgezogenen Wahlen seien die Fristen zu knapp, wodurch Stimmen ungezählt bleiben könnten. Kuhle kritisiert die Organisation der deutschen Verwaltung in diesem Bereich und hebt hervor, dass die Wahl aus dem Ausland unzureichend geregelt sei. Konstantin Kuhle prognostiziert, dass „einzelne deutsche Staatsangehörige Einsprüche gegen das Wahlergebnis erheben, deren Stimme nicht gezählt wurde“. Eine Annullierung der Wahl erwartet er zwar nicht, doch betont er, dass das aktuelle Szenario vermeidbar gewesen wäre. Er kritisiert, dass sowohl das Bundesinnenministerium als auch das Auswärtige Amt die Problemlösung „verschleppt“ hätten. Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, 23. Februar 2025 09:34. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück