Mit dem „Indoor-Surfen“ auf der Hasewelle stand dieses Jahr beim Osnabrücker Ferienpass eine besondere Sportpremiere auf dem Programm: Nachdem im Modehaus L&T in der Osnabrücker Fußgängerzone im März eine der ersten Anlagen in Deutschland eröffnet worden ist, auf der es möglich ist, in einem Schwimmbecken in einem Gebäude das „Wellenreiten“ (Surfen) auszuüben, konnte der sonst eher in Strandregionen verbreitete Wassersport jetzt beim Sommerferienprogramm ausprobiert werden.

Zwölf Mädchen und Jungen im Alter von elf bis 17 Jahren durften sich auf das Becken wagen, in dem mit sechs Turbinen – also besonders leistungsfähigen Pumpen – eine „stehende“ Welle erzeugt wird, die mit einem Surfbrett befahren werden kann.

Lange Warteliste


Die Mädchen und Jungen, die mitmachen durften, wurden im Losverfahren ermittelt. „Wir hatten noch 45 Interessenten auf der Warteliste – das Angebot ist also wirklich gut angekommen“, meinte Baedermann, Sozialpädagoge Nils Baedermann vom Mobilteam des Fachdienstes Jugend der Stadt Osnabrück, der das Angebot initiiert hatte. Auch die soziale Komponente war ihm wichtig. „Das Surfen auf der Hasewelle kostet Geld. Es war auch der Gedanke, es über den Ferienpass einmal auch solchen Kindern zu ermöglichen, deren Familien SGB-II-Leistungen beziehen, also nicht viel Geld haben.“

Beim Surfen auf der Hasewelle wird aus einer sitzenden Position am Beckenrand aufgestiegen. Die Surfer legen das Bord auf die Welle, setzen noch im Sitzen die Füße darauf und stellen sich hin. Dabei werden sie erst an den Schultern von einem Surflehrer gestützt, der neben ihnen am Beckenrand kniet. Sobald die Surfer im Gleichgewicht sind und gut stehen, ziehen die Lehrer ihre Unterstützung zurück und nehmen schließlich ganz die Hände weg.

Kinder hatten viel Spaß

„Ich habe es mir viel schwerer vorgestellt“, meinte die zwölfjährige Lana. „Es ist ganz einfach, sich ein bisschen darauf zu halten. Wenn man heruntergefallen ist, will man es beim nächsten Mal ein bisschen länger schaffen“, meinte sie. Für sie war es die Wellenreit-Premiere – drinnen und draußen gleichermaßen. „Mir gefällt es richtig gut, es macht echt Spaß“, sagte Lana.

Foto: Jens Lintel