Reisende in Deutschland müssen sich angesichts des verstärkten Wintereinbruchs auf Probleme im Bahnverkehr einstellen. Der Fahrgastverband Pro Bahn kritisiert eine unzureichende Vorbereitung der Bahn auf die Witterung und verweist auf bereits spürbare Auswirkungen. Fahrgäste werden zugleich auf ihre Entschädigungsansprüche hingewiesen und dazu aufgerufen, diese aktiv geltend zu machen.
Pro Bahn: Bahn „nicht ausreichend vorbereitet“
Der Vorsitzende des Fahrgastverbandes Pro Bahn, Detlef Neuß, sieht die Bahn angesichts des Winterwetters in Deutschland unzureichend gerüstet. „Die Bahn ist auf den starken Wintereinbruch nicht ausreichend vorbereitet“, sagte Neuß der „Rheinischen Post“ (Donnerstagsausgabe).
Neuß schilderte bereits wahrnehmbare Auswirkungen auf den Bahnverkehr. „Es gibt bereits ein deutlich höheres Ausmaß von Zugverspätungen, von eingefrorenen Weichen und Stellwerken sowie von Lokführern, die nicht pünktlich zum Dienst kommen können.“
Alter Werbespruch verliert aus Sicht von Pro Bahn Gültigkeit
Mit Blick auf frühere Bahnkommunikation erklärte Neuß, der alte Bahnslogan, „alle reden vom Wetter, wir nicht“, gelte nicht mehr. Aus Sicht des Fahrgastverbandes ist damit ein Anspruch der Bahn an die eigene Zuverlässigkeit unter winterlichen Bedingungen nicht länger eingelöst.
Neuß forderte von der Bahn, für eine rechtzeitigere Kundeninformation zu sorgen. Fahrgäste sollten demnach früher und verlässlicher über Einschränkungen, Verspätungen und mögliche Alternativen informiert werden.
Fahrgäste sollen Entschädigungen einfordern
Zugleich wandte sich Neuß mit einem Appell an die Bahnkunden. Sie sollten auf ihre Entschädigungsansprüche pochen. „Die Bahn kann sich da nicht rausreden. Wir haben zwar Winterwetter, aber keine Situation, die völlig ungewöhnlich oder gar katastrophal ist. Entschädigungen müssen gezahlt werden.“
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .