Start Osnabrück Europawahl: Stadt Osnabrück bietet Infos in Leichter Sprache an

Europawahl: Stadt Osnabrück bietet Infos in Leichter Sprache an

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In Deutschland leben rund 20 Millionen Menschen, die Schwierigkeiten mit dem Lesen und Schreiben haben. 7,5 Millionen von ihnen sind funktionale Analphabeten. Hinzu kommen Menschen mit geringen Deutschkenntnissen. Alle Infos zur Europawahl und zum Bürgerentscheid über eine kommunale Wohnungsgesellschaft bietet die Stadt Osnabrück deshalb in Leichter Sprache an. Sie sind unter www.osnabrueck.de/leichte-sprache abrufbar.


Beim Übersetzen von Texten in Leichte Sprache gibt es bestimmte Regeln. Das Netzwerk Leichte Sprache hat diese Vorgaben zusammen mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales auf mehr als 100 Seiten in einem Ratgeber zusammengefasst. So ist es beispielsweise ein Merkmal von Leichter Sprache, ausschließlich kurze Hauptsätze mit einer einzigen Aussage zu verwenden. Nebensätze, Konjunktive und Fremdwörter sollen vermieden und zusammengesetzte Nomen mit Bindestrich getrennt werden. Zudem werden Texte in Leichter Sprache zum besseren Verständnis ausführlich bebildert.

„Leichte Sprache ist leicht zu lesen“, sagt Dr. Sven Jürgensen, Pressesprecher der Stadt Osnabrück. „In Leichter Sprache zu schreiben ist dagegen eine Herausforderung.“ Der Diplom-Sozialpädagoge Thorsten Lotze hat sich mit seinem Büro für Leichte Sprache und Barrierefreiheit auf das Verfassen von Texten in Leichter Sprache spezialisiert. Er hat die Informationen zu Europawahl und Bürgerentscheid in Leichte Sprache übersetzt. Auch er muss jeden seiner Texte überprüfen lassen – von der Zielgruppe. „Menschen die selbst auf Leichte Sprache angewiesen sind, sind die besten Experten“, sagt Lotze. Schließlich können nur sie beurteilen, ob ein Text für sie verständlich ist oder nicht. Lotze hat Mitarbeiter, die genau darauf spezialisiert sind. Seine Texte wurden von Shpresa Matoshi, Gabriele Kalkstein, Andreas Wulfekammer und Osman Sakinmaz überprüft.


Foto: Zusammenarbeit zwischen der Stadt und dem Büro für Leichte Sprache und Barriere-Freiheit: Der Fachmann Thorsten Lotze (rechts) zeigt Simon Vonstein vom Referat Medien und Öffentlichkeitsarbeit, worauf es bei der Leichten Sprache zu achten gilt.

PM
Täglich erreichen uns dutzende Pressemitteilungen, von denen wir die auswählen, die wir für unsere Leser für relevant und interessant halten. Sofern möglich ergänzen wir die uns übermittelten Texte. Sofern nötig kürzen wir allzu werberische Aussagen, um unsere Neutralität zu wahren. Für Pressemitteilungen der Polizei gilt: diese werden bei Fahndungsaufrufen oder Täterbeschreibungen grundsätzlich nicht gekürzt.

 

 

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