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EU Parlamentarier Tiemo Wölken besucht den Zoo Osnabrück

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Wie funktioniert der Zoo Osnabrück? Wie finanziert er sich und was sind die nächsten Entwicklungsschritte? Mit diesen Fragen im Gepäck besuchte EU Parlamentarier Tiemo Wölken den Zoo Anfang September und besichtigte das Unternehmen „Zoo“.

Tiemo Wölken, SPD-Europaabgeordneter, interessierte sich für den Zoo, seitdem er vor zehn Jahren nach Osnabrück gezogen war, und wollte nun wissen, wie der Zoo sowohl in der Verwaltung als auch im Tierbereich arbeitet. Anstelle von Tieren traf der SPD Europa-Abgeordnete zunächst auf jede Menge Zahlen und Strategie, denn Zoogeschäftsführer Andreas Busemann berichtete ihm über die Zoo-Entwicklung in den letzten zwanzig Jahren: „Vor zwanzig Jahren standen wir tatsächlich kurz vor der Schließung oder man hätte den Zoo stark zurückentwickeln müssen – alte Gebäude, zu kleine Tiergehege, unattraktive Anlagen. Das Geld reichte einfach hinten und vorne nicht, um den Zoo zukunftsfähig zu machen. Wir haben dann mit neuen Pachtverträgen, einem Sponsorenkonzept aus dem Sportsponsoring, Krediten sowie Fördergeldern das Ruder herumgerissen.“

Finanzielle Lage nicht einfach


Inzwischen unterstützen knapp 200 Unternehmen aus der Region den Zoo und nutzen die verschiedenen Vorteile für Mitarbeiter und Kunden, fünf neue Tierwelten sind in den letzten zehn Jahren entstanden, die nächsten sind geplant und über eine Million Besucher kommen jährlich in den Zoo am Schölerberg.

Dennoch sei die Lage weiterhin nicht einfach: „Obwohl der Zoo inzwischen über eine Million Besucher jährlich hat und Einnahmen von über sieben Millionen Euro verzeichnet, verlieren wir durch die Abschreibungen immer mehr an Eigenkapital. Deswegen sind wir immer wieder auf Förderungen angewiesen und freuen uns jetzt über zwei Millionen Euro von der Stadt Osnabrück für eine höhere Beteiligung mit insgesamt 25 Prozent an der Zoo gGmbH“, erläutert Busemann. Zoos seien aus sich heraus insbesondere mit den notwendigen Investitionen nicht rentabel. „Deswegen erhalten die meisten Zoos auch jährliche Zuschüsse von den Städten in Millionenhöhe sowie zusätzliche Investitionszuschüsse für Neubauten.“

Kreative Lösungen finden

Tiemo Wölken zeigte sich beeindruckt angesichts der umfangreichen Strategie des Zoos, um dieses Ungleichgewicht auszugleichen: „Erhält man keine oder nur wenig Zuschüsse macht das natürlich auch kreativ für neue Wege – wie man hier am Zoo Osnabrück sehen kann mit tollen Veranstaltungen, regenerativer Energie und kreativen Spendenaktionen. Das Team und der Geschäftsführer leisten wirklich tolle Arbeit.“

Nach dem Einblick in Zahlen und Strategie ging es dann doch noch zu den Zoobewohnern. Tobias Klumpe, wissenschaftlicher Kurator und Biologe, zeigte Wölken die neuesten Tieranlagen wie die nordamerikanische Tierwelt „Manitoba“ oder auch die zurzeit entstehende Tierwelt „Mapungubwe“ mit Nashorn- und Löwenanlage. Dieser Umbau kostet insgesamt vier Millionen Euro und wird unter anderem mit einer EU-Förderung über eine Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert. Die neue Löwenanlage wird fast dreimal so groß wie die bestehende, sodass auch Löwennachwuchs wieder möglich ist.

PM
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