# EU droht Elon Musks KI-Chatbot Grok mit Sperrung Datum: 19.01.2026 17:52 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://www.hasepost.de/eu-droht-elon-musks-ki-chatbot-grok-mit-sperrung-678143/ --- Die EU-Kommission bereitet nach einem Bericht des „Handelsblatts“ Maßnahmen gegen Elon Musks KI-Chatbot Grok vor. Hintergrund sind Funktionen des Dienstes, mit denen Nacktbilder und „Bikini-Videos“ realer Personen ohne deren Einwilligung erstellt werden können, zeitweise auch von Minderjährigen. Grok könnte im europäischen Wirtschaftsraum gesperrt werden, falls diese Funktion nicht abgeschaltet wird. Die Entscheidung ist nach Informationen aus Kommissionskreisen jedoch politisch aufgeladen und bislang ausgesetzt. ## EU-Kommission droht mit Sperre von Grok Nach Angaben des „Handelsblatts“ plant die EU-Kommission Maßnahmen gegen den KI-Chatbot Grok des Unternehmers Elon Musk. Das Blatt beruft sich in seiner Dienstagsausgabe auf Kommissionskreise. Demnach kann der Chatbot Nacktbilder und „Bikini-Videos“ von echten Personen ohne deren Einwilligung erstellen, „bis vor Kurzem auch von Minderjährigen“, schreibt das „Handelsblatt“. Inzwischen hat die Plattform X laut Bericht zwar Maßnahmen ergriffen, die die Funktionalität einschränken und die Sexualisierung von Kinderbildern unterbinden. Diese Schritte gingen jedoch nicht weit genug, heißt es aus EU-Kommissionskreisen, auf die sich das „Handelsblatt“ beruft. Grok dürfe diese „Ausziehfunktion“ ohne Einwilligung nicht mehr anbieten, andernfalls werde der Dienst im europäischen Wirtschaftsraum gesperrt. ### Politische Brisanz und Abstimmung mit Handelspolitik Das Vorgehen der EU-Kommission gegen Social-Media-Plattformen sei hochpolitisch, berichtet das „Handelsblatt“. Nach Informationen der Zeitung hält das Kabinett um Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) daher die Entscheidung bislang auf. Die Kommission wolle zunächst ihr Vorgehen gegen die von US-Präsident Donald Trump am Samstag angekündigten zusätzlichen Strafzölle koordinieren, heißt es laut „Handelsblatt“. ### Rechtsgrundlage DSA und bisherige Praxis Die Kommission kann unter dem Digital Services Act (DSA) nicht nur hohe Geldstrafen gegen Plattformen wie X verhängen, sondern bei eklatanten Verstößen und unmittelbarer Gefahr auch Sperren anordnen. Im Fall von Tiktok Lite erzielte die EU-Kommission damit bereits einen Erfolg, wie das „Handelsblatt“ erinnert: Die Kommission drohte mit einer Sperre, daraufhin zog der chinesische Anbieter die App vom europäischen Markt zurück. Bei US-Konzernen schreckt die Kommission bislang vor harten Maßnahmen zurück, schreibt das „Handelsblatt“. Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, 19. Januar 2026 17:52. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück