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Erstes Exemplar für Landrätin Anna Kebschull: Heimatjahrbuch 2022 Osnabrücker Land wurde überreicht

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v.l. Burkhard Fromme (Leiter des Kulturbüros beim Landkreis), Ulrich Wienke (HBOL), Uwe Plaß
(Redaktionsteam), Jürgen-Eberhard Niewedde (HBOL), Manfred Kalmlage (KHBB), Landrätin
Anna Kebschull, Dr. Rainer Drewes (Redaktionsteam), Jürgen Krämer (HBOL), Johannes Brand
(Redaktionsteam) und Franz Buitmann (KHBB). / Foto: Hermann Pentermann

Die kommunale Gebietsreform in Niedersachsen, die im Jahre 1972 zur Bildung
des Großkreises Osnabrück führte, bildet das Schwerpunktthema des Heimatjahrbuchs Osnabrücker Land 2022. Anlass genug für die Vorstände des Heimatbundes Osnabrücker Land e.V. (HBOL) und des Kreisheimatbundes Bersenrbück e.V. (KHBB), zusammen mit Mitgliedern der Jahrbuch-Redaktion das symbolische erste Exemplar des Sammelbandes vor dem Kreishaus am Schölerberg in Osnabrück an Landrätin Anna Kebschull zu überreichen.

Seit 1965 beherrscht das Thema „Gebiets- und Verwaltungsreform“ die kommunalpolitische
Diskussion in Niedersachsen. Für die Älteren unter den Bürgerinnen und Bürgern des
Osnabrücker Landes sind die damaligen Auseinandersetzungen noch lebendig, so als wäre es erst kürzlich gewesen. Und doch ist schon ein „goldenes“ Jubiläum zu feiern.

50-jähriges Jubiläum

Mit dem Kernstück der Reform, dem Osnabrück-Gesetz von 1972, fanden die Diskussionen und Auseinandersetzungen vor nunmehr 50 Jahren weitgehend ihr Ende. Dieses Jubiläum ist der Anlass für das Schwerpunktthema im neuen Heimatjahrbuch Osnabrücker Land 2022, für dessen Redaktion Johannes Brand, Dr. Rainer Drewes, Uwe Plaß und Tim Wagemester verantwortlich sind. In drei Grundsatzbeiträgen werden die Gebietsreform allgemein, die Bildung des Großkreises Osnabrück und die Gemeindebildungen im Osnabrücker Land dargestellt. Am Beispiel der drei Kommunen Georgsmarienhütte, Belm und Melle wird aufgezeigt, wie unterschiedlich von Ort zu Ort die Probleme waren und die Diskussion ablief. Eher randliche Themen, aber besonders interessant, sind die Ausgliederung von Vörden in den Kreis Vechta oder das Bemühen der Gemeinde Büscherheide, nach Nordrhein-Westfalen umgegliedert zu werden.

Geschichtlicher Schwerpunkt

Der weitere Inhalt des Buches lässt sich hier nur ansatzweise skizzieren. Die geschichtlichen
Themen reichen von der Stiftungsurkunde des Klosters Börstel aus dem Jahr 1250 über die
Kirchspiele im Osnabrücker Land zur Schwedenzeit im Dreißigjährigen Krieg, die Einstellung der Osnabrücker zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs bis hin zur Friedensbewegung in
Georgsmarienhütte Anfang der 1980er-Jahre. Es werden Persönlichkeiten vorgestellt wie der Markkötter, Untervogt und Auktionator Schopmeyer aus Hagen, Adam Löhr aus Wersche, der vor dem Ersten Weltkrieg seinen Militärdienst bei den Ulanen ableistete und anschließend Oberweichenwärter bei der Bahn wurde, oder die Familie Zinn, die seit 100 Jahren ein dörfliches Kaufhaus in Berge betreibt. Bisher war man der Meinung, dass der berühmte Kinderbuchautor James Krüss trotz eines Volksschullehrerstudiums niemals in
der Schule unterrichtet habe. Nun wissen wir, dass er tatsächlich einige Monate im Jahr 1946 als Lehrer tätig war, und zwar in Bramsche.

Große Vielfalt an Themen

Die Vielfalt der Themen im Heimatjahrbuch Osnabrücker Land 2022 ist so bunt wie das Osnabrücker Land selbst. Und bunt ist das Buch auch durch die annähernd 200 Abbildungen.
Als besondere kleine Kostbarkeiten sind in das Buch neben den gewohnten plattdeutschen Texten auch drei hochdeutsche Gedichte eingestreut. Jürgen Schwarz und Wilfried Pabst haben sich Gedanken zum spirituellen Leben im Kloster „Börstel heute“ gemacht, Jürgen Schwarz hat darüber hinaus ein Sonett geschrieben, zu dem er durch ein Bild von einer sterbenden Birke auf einem riesigen Parkplatz inspiriert wurde. Von James Krüss gibt es ein bisher unveröffentlichtes Gedicht, in dem er von einem Fahrradausflug von Bramsche zum Hof Niewedde-Fisse in Kalkriese erzählt.

Das Heimat-Jahrbuch Osnabrücker Land 2022 enthält etwa 50 Beiträge auf 352 Seiten und kostet wieder 14,90 Euro. Es ist erhältlich im Buchhandel oder direkt beim Heimatbund Osnabrücker Land e.V.

PM
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