Osnabrück Empathie und Fleischkonsum: Zwei Bachelorarbeiten der Universität Osnabrück in...

Empathie und Fleischkonsum: Zwei Bachelorarbeiten der Universität Osnabrück in Fachzeitschrift veröffentlicht

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Wie hängen Emotionale Intelligenz und Naturempathie zusammen? Und welche Auswirkung hat die Empathie gegenüber Nutztieren auf den Konsum von Fleisch? Mit diesen Fragen beschäftigen sich zwei Bachelorarbeiten aus der Abteilung Biologiedidaktik der Universität Osnabrück, die nun in der Fachzeitschrift “Umweltpsychologie” veröffentlicht wurden.

Die Herausgeberinnen und -geber haben sich zum Ziel gesetzt, das Fachgebiet der Umweltpsychologie in der gleichnamigen Fachzeitschrift als relevante Umweltwissenschaft einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Die vielfältigen umweltpsychologischen Positionen sollen hier zu einem anregenden Diskurs zusammengeführt werden. So auch die Arbeiten von Maresa Anna Temmen und Katharina Kern.

Emotionale Intelligenz und Naturemphatie

In der Untersuchung von Maresa Anna Temmen wurden Osnabrücker Studierende auf ihre Emotionale Intelligenz im Zusammenhang mit ihrer Umweltbetroffenheit und Naturempathie untersucht. Es zeigte sich, dass Studierende mit einer geringeren Emotionalen Intelligenz weniger betroffen von Umweltproblemen waren und auch ein geringeres Empathievermögen gegenüber Tieren und Pflanzen zeigten. Kein Grund zur Panik: Insgesamt wiesen die Osnabrücker Studierenden eine hohe Emotionale Intelligenz, Umweltbetroffenheit und Naturempathie auf. „Die Einflüsse und Auswirkungen der Emotionalen Intelligenz wurden bisher im Bereich der Umweltpsychologie kaum erforscht. Die Ergebnisse meiner Studie konnten allerdings zeigen, dass durchaus Verbindungen bestehen. Ich freue mich sehr, dass diese Erkenntnisse nun veröffentlicht wurden“, so Maresa Anna Temmen über ihre Arbeit. Sie studiert an der Universität Osnabrück Biologie und Physik für das Lehramt an Gymnasien.

Geringe Empathie gegenüber Nutztieren

In der Studie von Katharina Kern zeigte sich, dass „Viel-Fleisch-Esser“ in Deutschland eine signifikant geringere Empathie gegenüber Nutztieren (Milchkühe, Mastschweine, Legehennen) aufwiesen als „Wenig-Fleisch-Esser“. Kurz gesagt gilt also der Trend: je höher der Fleischkonsum, desto geringer die Empathie gegenüber Nutztieren. „Mein Ziel war es, die Empathie gegenüber Nutztieren unter Berücksichtigung der invasivsten Nutzungsform – der Produktion von Fleisch – zu untersuchen. In meiner Masterarbeit möchte ich auf dem Gebiet weiterforschen, um beispielsweise herauszufinden, inwieweit sich die Empathie zwischen Haus- und Nutztieren unterscheiden und welchen Einfluss die beiden Empathie-Formen auf unser Konsumverhalten tierischer Nahrungsmittel haben“, so Katharina Kern über ihre Arbeit. Sie studiert Biologie und Mathematik auf Lehramt an Gymnasien. Als Abschlusskandidatin und studentische Hilfskraft der Abteilung Biologiedidaktik der Universität Osnabrück ist ihr Forschungsschwerpunkt die Untersuchung psychologischer Einflussfaktoren auf ein nachhaltiges Konsumverhalten mit einem Fokus auf dem Konsum von Fleisch.

Reale Forschungs- und Publikationserfahrungen

„Beide Bachelorarbeiten machen deutlich, dass publikationswürdige Forschung an der Universität Osnabrück nicht nur auf Master- und Doktorarbeitsniveau stattfindet, sondern engagierte Abschlusskandidaten und Abschlusskandidatinnen bereits während ihrer Bachelorarbeiten reale Forschungs- und Publikationserfahrungen sammeln können“, so Dr. Florian Fiebelkorn aus der Abteilung für Biologiedidaktik, der beide Arbeiten begleitete.

PM
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