„Der Eiszauber am Ledenhof bleibt selbstverständlich geöffnet“, dementierte auf Nachfrage unserer Redaktion Fredi Welte einen Zeitungsbericht, der eine mögliche Schließung noch am heutigen Mittwoch in Aussicht stellte.

Allerdings brodelt es im Hintergrund gewaltig. Dreh- und Angelpunkt ist erneut der umstrittene Stadtbaurat Frank Otte, der mit seiner Verweigerungshaltung im vergangenen Frühjahr bereits das Maidorf zu Fall gebracht hatte.

Um die hohen Anfangsinvestitionen für den Eiszauber zu finanzieren, haben die Schausteller in diesem Jahr zwei Sponsoren gewonnen, die am Rand der Kunsteisfläche zwei Produkte aufgestellt haben um so für sich zu werben – das allerdings sorgt für Ärger.

Ist der Ledenhof überhaupt eine Fußgängerzone?

Autos will Frank Otte auf dem Ledenhof nicht sehen [eigentlich auch sonst nicht, Anmerkung der Redaktion] und beruft sich dabei, nach Angaben der Tageszeitung NOZ, auf eine Festlegung, dass keine Autos in der Fußgängerzone zu Werbezwecken aufgestellt werden dürfen. Dass es sich allerdings bei der Freifläche zwischen Altenheim und Ledenhof um eine Fußgängerzone handelt, wird von den Schaustellern grundsätzlich in Frage gestellt.
Schließlich habe man von der Stadt für eine nicht unerhebliche Nutzungsgebühr für die Zeit bis zum 30. Dezember die Fläche übernommen und übe dort auch ein Hausrecht aus. „Da wo im vergangenen Jahr eine gastronomische Bude stand, steht heute ein Auto“, so Schausteller Fredi Welte gegenüber unserer Redaktion. Der Veranstalter erläutert auch, dass er es lieber gehabt hätte, wenn er dort auch in diesem Jahr eine Wurstbude hätte aufstellen können, aber die wirtschaftliche Lage und die Kosten machen es für viele Schausteller-Kollegen uninteressant sich auch am Ledenhof zu engagieren.

Sponsoren helfen Eiszauber zu finanzieren

Aufgeben wolle man auf keinen Fall, so Welte: „Zwei Jahre haben wir für Null Euro Gewinn den Eiszauber betrieben“, man sei auf die Einnahmen durch Sponsoren angewiesen um für die Stadt Osnabrück, die Bürger und die auswärtigen Besucher den Eiszauber anbieten zu können.

Sponsor-Auto am Ledenhof, Eiszauber
Wirklich so schlimm? Für den Stadtbaurat schon

Strafzettel oder Kran – die Autos bleiben

„Wenn Frank Otte die Autos da weg haben will,“ so Welte weiter, „dann soll er mit einem Kran kommen und die hier herausheben“. Man selbst habe auch keinen Zugriff auf die Autos, „die sind abgeschlossen und auch überhaupt nicht für den Verkehr zugelassen“. Auch wenn Politessen täglich Strafzettel an die Autos machen sollten, würden die Sponsoren-Autos bleiben, gibt man sich kämpferisch.

Alles läuft nach Plan, auch das Eisstockschießen

Wichtig, und das betont auch Chris Schäfer, der das Eisstockschießen am Ledenhof koordiniert und bereits am frühen Morgen besorgte Nachfragen von teilnehmenden Teams erhielt: „Wir machen weiter und der Betrieb beginnt auch am Donnerstagmittag wie geplant um 12 Uhr“.

Unsere Redaktion verlost übrigens bis heute Nachmittag drei Eiszauberpakete bestehend aus Gutscheinen für Getränke und Schlittschuhausleihe.