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Ein Schulabschluss für junge Geflüchtete – neues Projekt der VHS Osnabrück

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Junge Flüchtlinge, die in ihrem Herkunftsland keinen Schulabschluss absolvieren konnten, haben die Möglichkeit, dies in einem Projekt der Volkshochschule Osnabrück nachzuholen. Ziel des Projekts ist es, Kenntnisse in allen für den Hauptschulabschluss in Deutschland relevanten Fächern zu erlangen, um sich auf die abschließende externe Hauptschulabschluss-Prüfung vorzubereiten.

Aus der Erfahrung zahlreicher Sprachkurse für Geflüchtete weiß man in der VHS, dass die Kenntnisse oft für einen Einstieg in den Beruf bzw. für einen Ausbildungsplatz noch nicht ausreichen, obwohl viele Jugendliche sehr motiviert und ehrgeizig sind. „Um den Geflüchteten eine berufliche Perspektive zu ermöglichen, die über spätere Helfertätigkeiten hinausgeht, kann für einige von ihnen der Weg über einen Schulabschluss der richtige sein“, so die Programmbereichsleiterin der VHS, Marion Beier. „Der direkte Weg in die Ausbildung ist für viele schwierig; es mangelt vor allem an fachsprachlichen Kenntnissen, auf die später in der Berufsschule aufgebaut werden kann.“ Die Betriebe aber sind inzwischen durchaus bereit Geflüchtete einzustellen, wenn sie die sprachlichen Voraussetzungen und die notwendige Allgemeinbildung mitbringen. Im Mittelpunkt des VHS-Projekts steht daher die weitere Vertiefung der deutschen Sprachkenntnisse in Verbindung mit den Unterrichtsfächern Deutsch, Mathematik, Physik, Erkunde, Geschichte, bei entsprechenden Vorkenntnissen ggf. auch Englisch. Vermittelt werden außerdem Kenntnisse, zu Berufsbildern, zum Ausbildungssystem sowie das Training von Bewerbungen.

Prüfung für 2021 geplant

Die Teilnahme an dem VHS-Lehrgang ist unabhängig vom Aufenthaltsstatus möglich. Voraussetzung sind Deutsch-Kenntnisse mindestens auf B1-Niveau. Das Projekt beginnt am 14. September. Der Unterricht findet neun Monate lang von Montag bis Freitag am Vormittag statt; die Prüfung ist für Juni 2021 geplant. Den Teilnehmenden entstehen keine Kosten. Qualifizierte Lehrkräfte aus dem „Zweiten Bildungsweg“ begleiten sie bis zur Prüfung und unterstützen sie z. B. bei Lernschwierigkeiten oder anderen Problemen. Partner des VHS-Projektes sind u. a. das Jobcenter, die Arbeitsagentur, die Handwerkskammer Osnabrück – Emsland – Bad Bentheim sowie Bildungsträger und Beratungsstellen für Migranten in Osnabrück wie z. B. die Caritas und Exil e.V.. Interessierte können bei der VHS Osnabrück ab sofort einen Termin zur Beratung und Einstufung vereinbaren. Anmeldeschluss ist am 31. August.


PM
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