KulturEin echter Beckmann im Felix-Nussbaum-Haus

Ein echter Beckmann im Felix-Nussbaum-Haus

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Max Beckmanns „Stillleben mit grüner Kerze“ ist als „Gast“ in Osnabrück eingetroffen.

Beckmann_SL mit grüner Kerze 1941Das Gemälde aus Privatbesitz war zuvor in der Hamburger Ausstellung „Max Beckmann. Die Stillleben“ zu sehen. Es ergänzt die Präsentation im Felix-Nussbaum-Haus um ein bedeutendes Werk, das zur vergleichenden Betrachtung mit den Bildern Nussbaums einlädt.

 Wie Felix Nussbaum flüchtete Max Beckmann nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten ins Exil. Die Bedrohung als verfemte Künstler und die erzwungene Isolation verarbeiteten beide Maler auch in ihren Stillleben. Beckmann verbindet dabei allegorische Themen und private Inhalte, wie das jetzt in Osnabrück zu sehende Gemälde aus dem Jahr 1941 beispielhaft zeigt. Private Dinge aus dem häuslichen Umfeld und Objekte symbolischen Inhaltes sind zusammen arrangiert. Während die brennende Kerze auf die Endlichkeit menschlichen Lebens verweist, verschränkt eine Zeitung im Hintergrund das traditionelle Vanitas-Symbol mit dem aktuellen Tagesgeschehen. Hierin zeigt sich eine große Nähe zu den Stillleben Nussbaums. Im unmittelbaren Vergleich lässt sich beobachten wie beide Künstler die Gattung inhaltlich wie ikonografisch um neue Möglichkeiten bereichern. Im Rahmenprogramm zur Ausstellung wird am Sonntag, 22. Februar, ein Vortrag zu den Stillleben Max Beckmanns angeboten. Eingeladen ist die Kuratorin der Hamburger Kunsthalle Dr. Karin Schick.

 Die Ausstellung ist noch bis zum 8. März im Felix-Nussbaum-Haus zu sehen. Eine öffentliche Führung durch die Ausstellung findet am kommenden Sonntag, 8. Februar um 15 Uhr statt. Am Mittwoch, 4. Februar, 16.30 Uhr lädt Dr. Eva Berger in der Ausstellung zum Werkgespräch zum Thema „Schutz – Täuschung – Aggression. Felix Nussbaums Motiv der Maske“ ein.

PM: Stadt Osnabrück; Bild: Max Beckmann, Stillleben mit grüner Kerze, 1941, Sammlung Frank Brabant, Wiesbaden, VG Bild-Kunst, Bonn 2015
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