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Ein Buch um sich selbst zu erkennen: Personalchefin des Klinikums Osnabrück gibt Debüt als Autorin

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Antonia Dickhoff ist Personalchefin im Klinikum Osnabrück und hat vor kurzem ihr erstes eigenes Buch veröffentlicht. Das Werk soll Menschen helfen, sich selbst besser kennenzulernen und ihr Leben zu verbessern.

Ein Buch, nicht nur um es zu lesen, sondern um darin auch selbst zu schreiben und zu malen und es so zum Spiegel der eigenen Gedanken und Gefühle werden zu lassen – das ist „Einsichten – Ein Jahr Lebenskunst“ von Antonia Dickhoff. Das erste Buch der Juristin, die als Prokuristin und Leiterin der Abteilung Personal und Recht im Klinikum Osnabrück arbeitet, ist jetzt im Vechtaer Geest-Verlag erschienen. Neben zahlreichen Gedichten von Dickhoff und weiteren Autoren aus der Region enthält es Illustrationen, die ebenfalls die Verfasserin beigesteuert hat – sie sind einer der Bestandteile, mit denen Dickhoff ihre Leserinnen und Leser dazu auffordert, sich aktiv mit ihrem Buch zu befassen und es dabei als Spiegel des eigenen Ichs zu nutzen.

Hat ihr erstes Buch veröffentlicht – mit Gedichten und Illustrationen aus der eigenen „Feder“: Antonia Dickhoff vom Klinikum Osnabrück. / Foto: Klinikum Osnabrück

Verleger auf Anhieb begeistert

Mit Dr. Christoph Katz, Chefarzt der Brustchirurgie und Leiter des Brustkrebszentrums des Klinikums Osnabrück, von dem mehrere eigene Lyrik-Veröffentlichungen vorliegen, ist noch ein weiterer „schreibender“ Mitarbeiter des Hauses auf dem Finkenhügel in dem Buch vertreten. Katz hatte Dickhoff zuvor ermutigt, sich mit ihrem ungewöhnlichen Buchprojekt an den Geest-Verlag zu wenden. Dort hat es auf Anhieb geklappt: Wie Verleger Alfred Büngen schreibt, sei er von der Idee für ein solches Buch, das Leser zu persönlichen Veränderungen führen könne, auf Anhieb besonders begeistert gewesen.

Gedichte und Kurzprosa

„Ohne Alfred Büngen wäre das Buch nicht zustande gekommen. Ich habe es in ganz enger Zusammenarbeit mit ihm erarbeitet“, sagt Dickhoff. „Und als es kurz vor Weihnachten fertig war, hat er mir die ersten Exemplare übergeben. Es war ein wirklich bewegendes Gefühl, es vor mir auf dem Tisch zu sehen.“ Dickhoff hat sich in den Gedichten, die sie für das Buch verfasst und in Zusammenarbeit mit Büngen von weiteren Autoren ausgewählt hat, nur im weitesten Sinn vom Jahresverlauf leiten lassen. Gedichte und Kurzprosa sollen, wie es heißt, als Stimmungsangebote dienen und es ermöglichen, sich intensiver mit den eigenen Gefühlen und Gedanken auseinanderzusetzen.

Schreiben und malen

Zu jedem Monat sind Seiten enthalten, quasi Arbeitsblätter, die zum Eintragen und Gestalten für die Leser gedacht sind. Sie können, wie Dickhoff sagt, wie eine Art Tagebuch genutzt werden und sollen zur Selbstreflektion dienen. Weil Dickhoff sie nicht nur schreibt, sondern außerdem malt, hat sie die Illustrationen für das Buch alle selber gestaltet. Die Seiten in dem Buch hat sie im Stil der kleinteilig mit Symbolen und Ornamenten gestalteten Bilder illustriert, die sie sonst zeichnet. Zu den Bestandteilen gehören Monatsbilder, die für jeden Tag ein freigelassenes Feld enthalten, das mit einer Farbe ausgemalt werden soll, die der jeweiligen Gefühlslage entspricht. Am Ende sollen sich daraus Stimmungsbilder ergeben, mit denen die emotionale Verfassung wie auf einer Farbskala nachvollzogen werden kann. Weiter sind zu jedem Monat zwei Seiten enthalten, auf denen je ein wichtiger Gedanke für jeden Tag notiert werden soll. Als dritten Bestandteil gibt es für jeden Monat eine Schablone mit fünf Freifeldern für jeden Tag, in die alles eingetragen werden soll, das Freude bereitet und zum Kraftschöpfen dient.

Sich selbst kennenlernen

Der Abgleich dieser sogenannten „Kraftzeit“-Bilder mit den Gedanken zum Tag und den Monatsbildern, die die Gefühlslage spiegeln, soll es ermöglichen, sich seiner selbst bewusst zu werden und daraus gegebenenfalls Handlungs- oder Veränderungsbedarf abzuleiten. „Ich habe es in eigener Erfahrung erlebt, wie wichtig es ist, sich selbst zu kennen und sich seiner Situation bewusst zu sein – es ging mir darum, dies mit anderen Menschen zu teilen“, sagt Dickhoff. Wie sie im Vorwort schreibt, soll es das Buch ermöglichen, dass sich selbst wieder kennenlernen zu können und sich bewusst zu machen, welche Gedanken, Gefühle und Empfindungen das Leben bestimmt haben. „Nur wenn wir zu einer Selbstreflektion kommen, können wir uns danach ausrichten und etwas für uns verändern“, so Dickhoff. Menschen, die nicht (mehr) wissen, was ihnen Freude bereitet, rät Dickhoff, sich daran zu erinnern, womit sie als Kinder gerne ihre Zeit verbracht haben und sich langsam wieder an etwas aus dieser Zeit heranzutasten. Damit könne sich jeder ein Geschenk machen – nämlich Zeit verbringen, aus der er Kraft schöpfen könne. Und die sei elementar wichtig für die Gesundheit.

Seit 2018 im Klinikum

Antonia Dickhoff ist seit ist seit 2018 Prokuristin und Leiterin der Abteilung Personal und Recht im Klinikum Osnabrück. Sie stammt aus Köln. Bevor sie und ihr Mann nach Osnabrück gekommen sind, hat sie in Aachen gearbeitet. „Uns hat es schon immer eher in den Norden gezogen – deswegen fühlen wir uns hier sehr wohl“, sagt Dickhoff. Wie sie im Buch schreibt, ist die 41-Jährige ihren Eltern sehr dankbar für alles, was sie ihr mitgegeben haben – etwa das Reimen und Zeichnen. Die Eltern gehörten dann auch mit zu den ersten, die Exemplare des Buchs von ihr erhalten haben – persönlich, nur eben wie alles zurzeit auf Abstand. „Einsichten – Ein Jahr Lebenskunst“ (Geest-Verlag, ISBN 978-3-86685-818-3) ist zum Preis von 12,90 Euro überall im Buchhandel erhältlich.

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