# DUH fordert Bundesländer auf: Glyphosat-Verbot beibehalten Datum: 13.06.2024 16:43 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://www.hasepost.de/duh-fordert-bundeslaender-auf-glyphosat-verbot-beibehalten-484479/ --- Vor der Abstimmung des Bundesrats über die Änderung der Pflanzenschutz-Verordnung fordern Umweltorganisationen die Bundesländer dazu auf, am Glyphosat-Verbot festzuhalten. Es wird gewarnt, dass geplante Lockerungen in Wasserschutzgebieten erhebliche Risiken für Biodiversität und Mensch darstellen könnten. ## Aufruf zum Festhalten am Glyphosat-Verbot Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat vor der bevorstehenden Bundesratsabstimmung am Freitag zur geplanten Änderung der Pflanzenschutz-Verordnung ein starkes Plädoyer für das Festhalten am Glyphosat-Verbot formuliert. Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH, ist überzeugt, dass „das Anwendungsverbot von Glyphosat in Deutschland rechtskonform umgesetzt werden kann – trotz der Erneuerung der Wirkstoffgenehmigung auf EU-Ebene“. In diesem Zusammenhang fügt er hinzu: „Der vermeintliche Konflikt zum Unionsrecht ist aus unserer Sicht vorgeschoben.“ ### Bedrohung von Wasserschutzgebieten Darüber hinaus bezeichnete Resch die geplanten Lockerungen von Anwendungsrestriktionen in Wasserschutzgebieten als „völlig inakzeptabel“. Er unterstreicht die Bedeutung der ablehnenden Haltung des Bundesrats mit den Worten: „Unsere Umwelt darf nicht länger für toxische Pestizide zerstört werden – die erheblichen Risiken für Biodiversität und Mensch sind nicht zu übersehen“. Resch betonte weiterhin die Bedeutung der nationalen Kontrolle über dieses Thema: „Der Bundesrat kann der Macht der Agrochemie-Lobby anders als auf EU-Ebene einen Riegel vorschieben.“ ### Position des BUND In ähnlicher Weise hat sich auch der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) positioniert. Der BUND-Vorsitzende Olaf Bandt betonte, dass strengere Regelungen für den Einsatz von Glyphosat notwendig sind, um die europäischen und nationalen Pestizid-Reduktionsziele von 50 Prozent bis 2030 zu erreichen. Auch er sieht die Notwendigkeit eines stärkeren Schutzes für Wasser: „Wasser ist ein wertvolles Gut, das dringend besser vor Pestizideintrag geschützt werden muss.“ Zur geplanten Änderung der Pflanzenschutzverordnung äußert er sich kritisch und warnt: „Wird die Pflanzenschutzverordnung aufgeweicht, steigt der Glyphosateinsatz in Deutschland und auch die in Baden-Württemberg vereinbarten Pestizid-Reduktionsziele wären unerreichbar.“ Bandt betont auch die Alternativen zu chemischen Pestiziden und weist auf mechanische Optionen hin. ### Haltung des Bundesrats Der Agrar- und der Umwelt-Ausschuss des Bundesrates hatten zuvor eine Streichung der bestehenden Glyphosat-Restriktionen in Wasserschutzgebieten empfohlen. Diese Initiative wurde hauptsächlich von den Landesregierungen in Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen getragen. ✨ durch KI bearbeitet, 13. Juni 2024 16:43. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück