Vor gut einem Jahr musste die als Kirmessteg bekannte Holzbrücke über die Düte im Oeseder Zentrum aufgrund mangelnder Verkehrssicherheit für eine Nutzung gesperrt werden. Nun ist die Brücke abgerissen worden. Einen Ersatzneubau wird es nicht geben.
Nicht mehr viel zu sehen von der alten Brücken
Anfang der vergangenen Woche war eine Fachfirma angerückt, um die Holzelemente der maroden Brücke zu entfernen. Bis auf ein oranges Rohr, in dem noch Versorgungsleitungen liegen, und den Widerlagern ist von der ehemaligen Brücke nichts mehr zu sehen. Perspektivisch sollen auch die Versorgungsleitungen verlegt und damit der Blick auf die Düte freigemacht werden.
Die Brücke wurde vor über 25 Jahren als Verbindung zwischen der „Alten Seilerei“ und dem weiteren Zentrum rund um das Rathaus errichtet. Bis zum Bau der heutigen „Georg-Elser-Straße“ bildete die Holzkonstruktion für die genannte Achse die alleinige fußläufige Verbindung. Mit Planung der „Georg-Elser-Straße“ im Jahr 2011 wurde bereits entschieden, die Fußgängerinnen und Fußgänger künftig mit beidseitigen Gehwegen über die neue, nur wenige Meter von der alten Holzbrücke gelegene Straßenverbindung zu leiten.
Ersatzneubau wäre zu teuer gewesen
Dieser Hintergrund und die zu erwartenden Kosten für einen Ersatzneubau in Höhe von circa 270 000 Euro haben letztlich den Ausschlag gegeben, auf eine neue Brücke an dieser Stelle zu verzichten. Bereits im Dezember des vergangenen Jahres hatten die politischen Gremien dazu einstimmig einen entsprechenden Beschluss gefasst.
Bestandteil des Beschlusses war es auch, dass der gepflasterte Weg, der aus Richtung Zentrum an der Brücke endet, nicht „ins Leere“ laufen soll. Die genaue Ausführung steht zwar noch nicht fest, aber der Weg soll möglichst entlang des Parkplatzes bis zum Gehweg der „Georg-Elser-Straße“ verlängert werden. Dieses soll einhergehen mit dem bereits zuvor als Einstieg in die künftige Entwicklung der Innenstadt gefassten Beschluss, die Baumreihe entlang der Straße „Am Rathaus“ in Richtung „Georg-Elser-Straße“ zu verlängern.