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Sonntag, Dezember 15, 2019


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Dr. Eckart von Hirschhausen eröffnet Ausstellung im Osnabrücker DBU-Zentrum für Umweltkommunikation

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Klimawandel, Luftverschmutzung und verunreinigte Gewässer belasten nicht nur der Umwelt, sondern auch die menschliche Gesundheit. Am Mittwochnachmittag (27. November) eröffnete dazu die Ausstellung „Planet Gesundheit“. 

Die interaktive Ausstellung zeigt, wie ein Alltag mit weniger Risiken und Nebenwirkungen für die Gesundheit und den Planeten funktionieren kann. Sie ist ein gemeinsames Projekt des Umweltbundesamtes (UBA) und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und wird bis zum Frühjahr 2021 im DBU-Naturerbe-Gebäude in Osnabrück zu sehen sein. DBU-Generalsekretät Alexander Bonde hofft auf viele Besucher: „Seit Frühjahr 2018 laufen die Planungen für die Ausstellung. In den kommenden Jahren hoffen wir, viele Osnabrücker empfangen zu dürfen.“ Ab 2021 kann die Ausstellung deutschlandweit ausgeliehen werden. „Aus Erfahrungen rechnen wir mit einer Laufzeit von etwa sieben Jahren und rund 300.000 Besuchern“, so Bonde weiter.

Klimawandel mit Einfluss auf menschliche Gesundheit

In seinem Grußwort ging Alexander Bonde auf die Zusammenhänge zwischen Klimawandel und Gesundheit ein:“Der Klimawandel bedroht die Gesundheit der Menschen. Extreme Wetterlagen führen zu Hitzschlägen, können Hautkrebs hervorrufen oder zur psychischen Belastung werden. Wir Menschen müssen lernen, die Zusammenhänge zwischen Phänomenen wie dem Klimawandel und der Gesundheit zu verstehen und Probleme zu vermeiden.“ Dr. Lilian Busse, Leiterin des Fachbereichs „Gesundheitlicher Umweltschutz und Schutz der Ökosysteme“ im UBA, ergänzte: Die Ausstellung dient als interaktives Medium, um Mensch und Umwelt zusammenzubringen. 80 bis 90% unseres Alttags finden in geschlossen Räumen statt, das bedeutet, dass wir nicht nur unsere Außenwelt schützen müssen, sondern auch die Innenraumwelt.“
Beide Partner zeigen sich zugleich auch erfolgssicher. „Wir sind sicher, viele Menschen erreichen und Einfluss auf den Alltag nehmen zu können“, ließen Bonde und Busse verlauten.

Städten kommt wichtige Rolle zu

Alexander Bonde hob zudem die besondere Rolle von Städten im Engagement für Umwelt- und Gesundheitsschutz hervor: „Insbesondere die Städte werden sich anpassen müssen, wenn Umwelt und Gesundheit besser geschützt werden sollen. Themen wie die Anschaffung von Grünflächen sind in Zukunft unumgänglich.“ Dr. Lilian Busse ergänzte: „Wir bemühen uns beim UBA die Umwelt besser zu schützen und planen viele Sachen. Die Mithilfe der Städte ist dafür immens wichtig.“

Steigende Lebensqualität durch Veränderung

Bei der Entwicklung von „Planet Gesundheit“ wirkte mit Dr. Eckart von Hirschhausen auch ein prominenter Arzt und Komiker mit. Der Unterstützer von „Scientists for Future“ ist selbst in zwei Audiostationen zu hören und betont: „Gesunde Menschen gibt es nur auf einem gesunden Planeten. Wir müssen nicht unseren Planeten retten, sondern uns selbst.“ Dem Thema Umweltschutz begegnet von Hirschhausen allerdings nicht nur mit Ernsthaftigkeit, sondern auch mit Humor: „Es ist fast schon absurd, dass die Entwicklung unseres Planten von den meisten Wissenschaftlern bereits vor 30, 40 Jahren erkannt wurde und wir trotzdem nicht gehandelt haben. Um zu verstehen, dass die Erde unser zuhause ist, sollten wir unser Herz öffnen. Zudem ist unser Planet auch der einzige Ort, an dem es Kaffee, Schokolade und Sex gibt.“
Lobende Worte hat der Gründer von „Doctors for Future“ für den Einsatz von „Fridays for Future“ und „Parents for Future“: „Über mehrere Generationen hinweg, setzen sich diese Organisationen für die Umwelt ein und beteiligen sich politisch. Statt Kritik zu äußern, sollten Politiker konkrete Projekte zum Schutz der Umwelt erarbeiten. In vielen Städten ist beispielsweise das Fahrradfahren lebensgefährlich.“ Mit der Ausstellung hofft er, einen Beitrag am Bewusstsein der Menschen leisten zu können.

Fiktive Reise durch den Lebensalltag

In der Ausstellung „Planet Gesundheit“ begeben sich die Besucher auf eine fiktive Reise durch ihren Lebensalltag: Morgens im Bad verrät ein Blick ins Kleingedruckte, welche Chemikalien sich in Hygiene- oder Putzartikeln verstecken. In einer Bürokulisse erfährt man durch das „Auspusten“ einer digitalen Kerze, warum Ruß schlecht für die Innenraumluft ist. An der nächsten Station muss man sich entscheiden: Fährt man mit Auto, Bus oder Rad oder geht man zu Fuß zu den Freunden? Und bei einem Besuch an einem Badesee zeigt ein Blick durch die Lupe, wie sich der Klimawandel auf die Wasserqualität auswirken kann. Wer neben dem Entdecken der interaktiven Stationen gleichzeitig sein Wissen testen möchte, kann sich mit einer Chipkarte ausrüsten und Punkte an den Stationen sammeln. Am Ende werden besonders fleißige Punktesammler mit einem Sticker belohnt.

Alexander Bonde, Dr. Lilian Busse und Dr. Eckart von Hirschhausen (v.l.n.r.) haben Spaß an der Ausstellung.

Pädagogische Programme für Schulklassen angeboten

Für die Schulklassen 5 bis 13 bietet das DBU Zentrum für Umweltkommunikation zielgruppengerechte pädagogische Programme zur Ausstellung an. Außerdem wird es für alle Interessierten ein begleitendes Vortragsprogramm mit monatlichen Vorträgen geben.

Geöffnet ist die Ausstellung montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr und freitags von 8 bis 13 Uhr sowie nach vorheriger Vereinbarung. Der Besuch ist kostenlos. Weitere Informationen gibt es hier.

Maurice Guss
Maurice Guss vervollständigt als Praktikant das Team der Hasepost.

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