Osnabrück Die Osnabrücker Stadtverwaltung wird digitaler – neues "ServicePortal" gestartet

Die Osnabrücker Stadtverwaltung wird digitaler – neues „ServicePortal“ gestartet

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Ein Anfang ist gemacht: Nach und nach wird die Osnabrücker Stadtverwaltung digitaler und für den Bürger unabhängig von Sprechzeiten der Sachbearbeiter erreichbarer. Wenn Landes- und Bundesregierung wichtige Entscheidungen und Gesetze verabschieden, geht sogar schon bald viel mehr als jetzt zum Start des neuen Serviceportals der Stadt Osnabrück.

Das ServicePortal Osnabrück soll ab sofort die zentrale Adresse im Internet zu digitalen Dienstleistungen der Stadtverwaltung Osnabrück sein.

„Auch angesichts der fortdauernden Corona-Pandemie startet das ServicePortal zur richtigen Zeit, da die Nutzung von digitalen Verwaltungsdienstleistungen und eine sichere Kommunikation mit den Mitarbeitenden der Verwaltung immer wichtiger werden“, so Stadträtin Katharina Pötter bei der Präsentation des neuen Onlineportals, das unter der URL service.osnabrueck.de erreichbar ist.

KFZ-An- und Ummeldung geht noch nicht online – aber bald

Wer erhofft hatte, ab sofort sein Auto auch online anmelden oder neue Ausweise beantragen zu können, wird sich jedoch noch gedulden müssen. Das was integrativ zum Start geht, beschränkt sich oft noch auf simple Formulareingaben, zum Beispiel zur Eingabe des Wasserverbrauchs im Kleingarten. Allerdings bietet das Portal schon jetzt 24/7 die Kontaktmöglichkeit zu zahlreichen Sachbearbeitern über auch datenschutzrechtlich entsprechend abgesicherte Eingabemasken.

Vieles, was bereits jetzt in anderen Bundesländern bereits testweise angeboten wird zum Beispiel die KFZ-Ummeldung, kann in dem nun gestarteten Portal zukünftig kurzfristig eingebunden werden.
Bei der Portal-Präsentation erläuterte IT-Leiter Tobias Fänger, dass die Kompetenzen für die Entwicklung neuer digitaler Verwaltungsdienstleistungen über die Bundesländer verteilt wurden . Wenn sich zum Beispiel in Bayern eine Dienstleistung als tauglich erwiesen hat, wird sie schon bald bundesweit ausgerollt. Das neue ServicePortal der Stadt Osnabrück bietet dann die technisch Grundlage um unterschiedliche Service nach und nach einzubinden.
Notwendig sind aber auch gesetzliche Rahmenbedingungen, auf die die Kommunen bundesweit warten und die vielfach die Digitalisierung der Verwaltung noch hemmen.

Bis 2022 sollen viele digitale Services folgen

Zu den neuen Services, die schon bald auch in Osnabrück integriert werden können, gehört u.a. auch die Nutzerauthentifizierung durch den neuen „E-Perso“, die inzwischen mit dem Smartphone ohne ein zusätzliches Lesegerät funktioniert (siehe hier bei heise.de). Technisch hat Projektleiter Thomas Recke schon die Grundlagen dazu gelegt.

„Ab dem Jahr 2022 sollen die Bürger dann eine Vielzahl von Anliegen von zu Hause aus erledigen können“, erläutert Stadträtin Katharina Pötter das gar nicht mehr so weit entfernte Ziel. Grundlage dafür ist das Onlinezugangsgesetz (OZG), das die Digitalisierung sämtlicher Verwaltungsleistungen für Bürgerinnen und Bürger bis zum Jahr 2022 vorsieht.

Arbeiten bei der Stadtverwaltung wird durch Digitalisierung flexibler

Sorge um wegfallende Arbeitsplätze macht sich Pötter nicht. Schon jetzt können viele Stellen bei der Verwaltung nicht besetzt werden, weil geeignete Bewerber fehlen. Und auch wenn vieles zukünftig durch den Bürger digital erledigt werden kann, müssen im Hintergrund noch zahlreiche administrative Arbeiten erledigt werden, was nicht ohne Personal gehen wird.

Stadträtin Katharina Pötter (rechts), IT-Leiter Tobis Fänger (links) und Projektleiter Thomas Recke stellen das neue ServicePortal Osnabrück vor. Auf dem Portal erhalten Bürgerinnen und Bürger einen zentralen Überblick über alle Verwaltungsdienstleistungen.
Stadträtin Katharina Pötter (rechts), IT-Leiter Tobis Fänger (links) und Projektleiter Thomas Recke stellen das neue ServicePortal Osnabrück vor. Auf dem Portal erhalten Bürgerinnen und Bürger einen zentralen Überblick über alle Verwaltungsdienstleistungen.

„Wir werden durch die Digitalisierung hoffentlich ein attraktiverer Arbeitgeber“, skizziert die Sozialdezernentin die nahe Zukunft. „Mit der Digitalisierung müssen die Beschäftigten der Stadtverwaltung nicht zwingend aus einem Büro im Stadthaus arbeiten und auch die Arbeitszeiten können weiter flexibilisiert werden“.
Weil aber auch zukünftig weiterhin persönliche Termine möglich sein werden, dann aber vermutlich für weniger Bürger, die einen Gang zum Amt vorziehen, kann der Kontakt zwischen Verwaltung und Bürger auch zusätzlich verbessert werden, schildert Pötter ihre Erwartungen an die zukünftige Verwaltungsarbeit.

Zum Start des ServicePortals können bereits bestimmte Anträge wie zum Beispiel die Anmeldung zur Musik- und Kunstschule, die Verlängerung des Bewohnerparkausweises oder die Anmeldung zur Hundesteuer online ausgefüllt und eingereicht werden. Zudem stehen Online-Bezahlmöglichkeiten zur Verfügung.


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Heiko Pohlmann
Heiko Pohlmann gründete die HASEPOST 2011 unter dem Titel "I-love-OS", die Ursprungsidee reicht aber auf das bereits 1996 gestartete Projekt "Loewenpudel.de" zurück. Direkte Durchwahl per Telefon: 0541/385984-11

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