Der 14. November ist der Weltdiabetestag.

Diabetes mellitus, die Zuckerkrankheit, ist eine der häufigsten Erkrankungen in Deutschland. Bei der Volkskrankheit handelt es sich überwiegend um den sogenannten Altersdiabetes, auch Typ 2 genannt.

Die AOK Niedersachsen nennt für ihre 2,6 Millionen Versicherten in Niedersachsen fast 280.000 Betroffene mit einer Diabetes-Erkrankung. Bei den über 60-Jährigen erhält jeder vierte Versicherte diese Diagnose, Frauen sind etwas häufiger betroffen als Männer.



„Im Landkreis Osnabrück zählen wir bei unseren Versicherten rund 13.000 Diabetiker“, berichtet Klaus Hachmeister, Regionaldirektor der AOK im Osnabrücker Land. „Wir beobachten über die letzten Jahre einen kontinuierlichen Anstieg der Diagnosen.

Vermehrt Menschen unter 40 betroffen

Zunehmend tritt der Altersdiabetes auch bei Menschen auf, die jünger als 40 Jahre sind. Hier bleibt allerdings unklar, ob die Erkrankung heute besser und schneller identifiziert wird oder die Menschen tatsächlich kränker werden“, erläutert Herr Hachmeister. Zu den Risikofaktoren für diese Krankheit zählen Übergewicht (Adipositas), zu wenig körperliche Bewegung, Rauchen und eine ungesunde Ernährung. Auch bestimmte Medikamente oder eine familiäre Vorbelastung können die Entwicklung eines Typ 2-Diabetes begünstigen.

Spezielles Behandlungsprogramm und Schwerpunktpraxen

„Wir investieren landesweit rund 9,5 Millionen Euro jährlich in unser spezielles Diabetes-Behandlungsprogramm „AOK-Curaplan“.

Klaus Hachmeister, Regionaldirektor der AOK, Osnabrück
Klaus Hachmeister, Regionaldirektor der AOK

Im vergangenen Jahr haben wir zudem 14,8 Millionen Euro für die Förderung der Diabetologischen Schwerpunktpraxen investiert“, zeigt Klaus Hachmeister auf. In Niedersachsen wurde mit insgesamt 180 Schwerpunktpraxen eine hochwertige und flächendeckende Versorgung von Diabetikern ergänzend zur hausärztlichen Betreuung in Niedersachsen etabliert: Jedes Jahr nutzen rund 70.000 AOK-Versicherte deren spezielle Behandlungsangebote. Seit 2012 gibt es als Spezialqualifikation zudem Schwerpunktpraxen mit Diabetischer Fußambulanz zur intensivierten Behandlung des diabetischen Fußsyndroms. Hier werden Veränderungen frühzeitig erkannt und es sollen so Folgeschäden bis hin zu Amputationen vermieden werden.

Erhöhte Risiken effektiv senken

Auch wenn sich eine Zuckerkrankheit zu Beginn meist nur mit wenigen Symptomen äußert, sind die Langzeitfolgen gravierend. Bei Diabetikern ist beispielsweise das Risiko für einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall deutlich erhöht.
„Dabei lässt sich das persönliches Risiko für eine Erkrankung durch ausreichend Bewegung und eine gesunde, möglichst auch zuckerarme Ernährung effektiv senken“, betont Klaus Hachmeister.