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Deutschland hinkt bei Digitalisierung des Vergabewesens hinterher

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Foto: Straßenbau, über dts

Berlin (dts) – Bei der Digitalisierung des Vergabewesens gibt es Luft nach oben. Das zeigt eine Mitgliederumfrage des Deutschen Vergabenetzwerkes (DVNW), über die das „Handelsblatt“ (Dienstagausgabe) berichtet. Demnach geben 69 Prozent der befragten öffentlichen Auftraggeber an, die rechtlichen Vorgaben für die sogenannte E-Vergabe bereits vollständig umgesetzt zu haben.


Bei 23 Prozent der Befragten ist das nicht der Fall. Bei der E-Vergabe werden Ausschreibungen und Angebote elektronisch über eine Internetplattform des Beschaffungsamtes des Bundesinnenministeriums abgewickelt. Mit den jüngsten Reformen des Vergaberechts sollte die Digitalisierung vorangebracht werden. Die Ergebnisse der Studie sollen beim Deutschen Vergabetag an diesem Donnerstag präsentiert werden. Der jährliche Kongress zur öffentlichen Vergabe und Beschaffung wird vom DVNW organisiert. In dem Netzwerk haben sich Vertreter von Verwaltung, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Justiz zusammengeschlossen. Bund, Länder und Kommunen stecken pro Jahr mehr als 460 Milliarden Euro in öffentliche Aufträge. „Bei der Digitalisierung des Vergabewesens gibt es weiter Nachholbedarf“, sagte DVNW-Geschäftsführer Marco Junk dem „Handelsblatt“. Die Prozesse könnten noch deutlich effektiver und effizienter gestaltet werden. „Damit ließe sich sehr viel Geld sparen“, mahnte Junk. 90 Prozent der befragten öffentlichen Auftraggeber glauben, dass das Vergaberecht für die Bieter zu kompliziert sei. 69 Prozent geben allerdings zu, dass die Vorgaben für sie selbst auch zu kompliziert seien.

dts Nachrichtenagentur
Ein Artikel der Nachrichtenagentur dts.


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