Deutsche Unternehmen planen Personalaufbau trotz stagnierender Produktion

Obwohl viele deutsche Unternehmen ein stagnierendes oder sinkendes Produktionsniveau erwarten, planen sie, ihre Beschäftigtenzahl auszubauen. Dies geht aus einer noch unveröffentlichten Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft hervor. Dabei steht die Fachkräftesicherung im Vordergrund der Personalplanung.

Ergebnisse der IW-Studie

Die Studie, über die die “Rheinische Post” in ihrer Montagausgabe berichtet, basiert auf den Antworten von fast 2.000 deutschen Unternehmen, die an einer Konjunkturumfrage des Arbeitsgeber-nahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im Frühjahr teilgenommen haben. Im Gegensatz zu früheren Jahren, in denen die Anpassung der Beschäftigung an den Konjunkturverlauf bei vielen Unternehmen die Regel war, ist die Fachkräftesicherung nun oberste Priorität. Wie das IW schreibt: “In der Gruppe mit bestenfalls konstanter Produktions-, aber steigender Beschäftigungserwartung war die Zustimmung für die Fachkräftesicherung mit 84 Prozent signifikant erhöht.”

Arbeitskosten und Rentenabgänge als Faktoren

Zwar bewerteten 72 Prozent der Unternehmen, die eine konstante Produktion erwarten, aber dennoch ihr Personal aufstocken wollen, die Arbeitskosten als wichtig. Jedoch unterscheidet sich die Bedeutung der Arbeitskosten bei ihnen nicht signifikant von anderen Unternehmen in der Umfrage. “Der Bedeutung von Wiederbesetzungen der Rentenabgänge stimmten 90 Prozent der Betriebe zu, die auch die Bedeutung der Fachkräftesicherung in ihrer Personalplanung sahen. Das verdeutlicht: Die Betriebe wissen, dass der Renteneintritt der Babyboomer den Fachkräftemangel verstärken kann”, heißt es in der Studie.

Ausrichtung für die Zukunft

Das IW weist auf die Notwendigkeit hin, mittelfristig ein stabiles Arbeitsvolumen aufrechtzuerhalten, um den Fachkräftemangel und die Lohnkostenentwicklung zu dämpfen. “Reformen für eine längere Lebensarbeitszeit, einen größeren Erwerbsumfang für Zweitverdiener und mehr qualifizierte Zuwanderung sind gefragt”, fordert das Institut.


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mit Material von dts Nachrichtenagentur
mit Material von dts Nachrichtenagentur
Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.

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