# Deutsche Industrie bleibt trotz US-Zolldrohungen standhaft Datum: 03.07.2025 16:50 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://www.hasepost.de/deutsche-industrie-bleibt-trotz-us-zolldrohungen-standhaft-611318/ --- Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass deutsche Industrieunternehmen den US-Zolldrohungen gelassen entgegensehen und keine signifikante Verlagerung von Investitionen in die Vereinigten Staaten planen. Trotz der wirtschaftspolitischen Unsicherheiten bleiben die Investitionen in Deutschland hoch, allerdings mit leicht sinkender Tendenz. Gleichzeitig richten die Unternehmen ihren Blick zunehmend auf andere internationale Standorte. ## US-Zolldrohungen zeigen wenig Wirkung Die deutsche Industrie lässt sich von den aktuellen Zolldrohungen der USA offenbar nicht unter Druck setzen. Dies geht aus einer Umfrage unter 1.000 Vorständen und Geschäftsführern deutscher Unternehmen hervor, die von der Unternehmensberatung Horvath durchgeführt wurde. Über die Ergebnisse berichtet das „Handelsblatt“ (Freitagausgabe). Die Topmanager geben in der Erhebung Einblick in ihre strategischen Prioritäten für die kommenden fünf Jahre. Demnach planen die befragten Unternehmen nicht, in den kommenden Jahren mehr als bisher in den USA zu investieren. Der von US-Präsident Donald Trump gewünschte wirtschaftliche Sog in die USA bleibt somit aus. Trump will ausländische Unternehmen durch hohe Zusatzzölle beim Export in die USA zur Verlagerung ihrer Produktion zwingen. Laut Umfrage stellt die unstete US-Politik für deutsche Firmen jedoch eher einen Unsicherheitsfaktor dar. ### Deutschland bleibt wichtigster Investitionsstandort Der Standort Deutschland profitiert von dieser Entwicklung allerdings nicht uneingeschränkt. Die befragten Unternehmen aus der Industrie wollen im Schnitt 37 Prozent ihres Investitionsbudgets in der Heimat ausgeben. Damit bleibt Deutschland weiterhin der wichtigste Standort für Investitionen. Allerdings ist dieser Wert im Vergleich zur Umfrage vor einem Jahr um zwei Prozentpunkte gesunken. Zudem planen mehr als die Hälfte der Unternehmen, in den nächsten fünf Jahren Arbeitsplätze in Deutschland abzubauen. Im Gegensatz dazu beabsichtigen die befragten Unternehmen, ihre Präsenz in Osteuropa, Südeuropa und Indien zu erhöhen. Dort planen sie, ihre Produktion auszubauen und neue Arbeitsplätze zu schaffen. ### Quellenangaben Die genannten Ergebnisse basieren auf einer Umfrage der Unternehmensberatung Horvath unter 1.000 Vorständen und Geschäftsführern deutscher Unternehmen. Über die Umfrage berichtet das „Handelsblatt“ (Freitagausgabe) und zitiert die entsprechenden Angaben. Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, 3. Juli 2025 16:50. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück