Deutsche Autohersteller prüfen derzeit mögliche Kooperationen mit Rüstungsunternehmen im Bereich des automatisierten Fahrens. Laut einem Bericht des „Handelsblatt“ (Donnerstagsausgabe) gibt es bereits erste Gespräche über einen Technologietransfer. Im Mittelpunkt stehen dabei Anwendungen unbemannter Systeme für militärische Zwecke, wie Insider aus Rüstungs- und Autokreisen berichten.
Gespräche zwischen Auto- und Rüstungsindustrie
Ein hochrangiger Manager eines großen deutschen Rüstungskonzerns bestätigte dem „Handelsblatt“, dass es bereits erste Gespräche mit allen deutschen Autobauern über einen möglichen Technologietransfer gegeben habe. Ziel sei es insbesondere, die Entwicklungsabteilungen der Autohersteller einzubinden, um unbemannte Systeme für logistische oder unterstützende Zwecke im militärischen Bereich zu ermöglichen.
Übertragbarkeit von Technologien
Mehrere Manager von Volkswagen erklärten laut „Handelsblatt“, dass die zivil entwickelte Automatisierungstechnik grundsätzlich auch für militärische Anwendungen geeignet sei. Jedoch gäbe es im VW-Konzern klare Grenzen: Waffentechnik, Munition oder der Bau offensiver Kampfpanzer gelten als rote Linie.
Stellungnahmen von Volkswagen
Ein VW-Sprecher wollte die Gespräche mit Rüstungsunternehmen nicht kommentieren, erklärte aber gegenüber dem „Handelsblatt“: „Wir produzieren primär für den zivilen Markt. Dual-Use-Güter spielen nur eine untergeordnete Rolle und würden ausschließlich unter Einhaltung aller Export-Vorschriften ausgeliefert.“
Autonome Systeme gewinnen in modernen Konflikten zunehmend an Bedeutung. Im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine setzen beide Seiten unter anderem teilautonome Drohnen ein.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .