Deutschland & die WeltDeutlich mehr Gewalt gegen Polizisten im Corona-Jahr 2020

Deutlich mehr Gewalt gegen Polizisten im Corona-Jahr 2020

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Foto: Polizei vor Bundestag am 18.11.2020, über dts

Wiesbaden (dts) – Im Corona-Jahr 2020 sind deutlich mehr Gewalttaten gegen Polizisten als im Vorjahr verzeichnet worden. Mit 38.960 Fällen wurden 325 mehr als im Jahr 2019 registriert, teilte das Bundeskriminalamt (BKA) am Donnerstag mit.

Das entspricht einem Plus von 0,8 Prozent. Bei der Anzahl der als Opfer von solchen Gewalttaten erfassten Beamten fiel der Anstieg noch deutlicher aus: Hier wurden 84.831 Betroffene gezählt, 4.474 Opfer mehr als im Vorjahr (+5,9 Prozent; 2019: 80.084). Damit erreichten sowohl die Fall- als auch die Opferzahlen im Bereich der Gewaltkriminalität gegen Polizisten erneut Höchstwerte – der negative Trend der letzten Jahre setzte sich auch 2020 fort. So stieg die Anzahl der Gewalttaten seit 2012 um 20 Prozent und die Anzahl der als Opfer registrierten Beamte sogar um 42 Prozent.

Die Zahl der Beamten, die Opfer von versuchten und vollendeten Tötungsdelikten wurden, stieg ebenfalls. Insgesamt zählte das BKA im Berichtsjahr 2020 bei 63 Mord- und Totschlagdelikten 114 Polizisten als Opfer, damit wurden bundesweit 42 mehr Beamte als Opfer registriert als im Vorjahr (2019: 72). Bis auf einen Mordfall blieben die Tötungsdelikte im Versuchsstadium. Im Bereich der Gewaltkriminalität gegen Polizeibeamte gab es weitere prozentual signifikante Anstiege der Opferzahlen bei den gefährlichen und schweren Körperverletzungsdelikten, die gegenüber 2019 um 20,6 Prozent zunahmen (2019: 2.280; 2020: 2.749) sowie bei den tätlichen Angriffen, bei welchen mit 29.247 Polizisten insgesamt 11,7 Prozent mehr als Opfer registriert wurden als im Vorjahr (2019: 26.176 Fälle).

Die meisten Opfer gab es wie schon 2019 im Zusammenhang mit Widerständen gegen Vollstreckungsbeamte – hier wurden im ergangenen Jahr 44.213 Ordnungshüter als Opfer gezählt. Der Großteil der bei Gewalttaten gegen Polizisten ermittelten Tatverdächtigen ist männlich (84,5 Prozent) und deutsch (69,8 Prozent), so das BKA weiter. Von den Verdächtigen waren viele zudem polizeilich bekannt (75,5 Prozent) und mehr als jeder zweite stand während der Tat unter Alkoholeinfluss (52,4 Prozent).

dts Nachrichtenagentur
Ein Artikel der Nachrichtenagentur dts.

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