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Der März im Zeichen der Frauenrechte: Internationaler Frauentag am 8. März

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Heute, am 8. März 2021, ist der Internationale Frauentag. Der Kampf um Gleichberechtigung zwischen Frau und Mann ist noch nicht gewonnen; vor allem im Sektor Lohn zeigen sich noch große Unterschiede.

Seit mehr als 100 Jahren gibt es den Internationalen Frauentag, der jedes Jahr weltweit am 8. März begangen wird – nicht nur als Feiertag, sondern vielmehr als Kampftag für Frauenrechte. Entstanden ist er in der Zeit um den Ersten Weltkrieg im Kampf um Gleichberechtigung und vor allem um das Wahlrecht für Frauen. An Aktualität verloren hat er jedoch nichts, da Frauen in unserer Gesellschaft in vielfacher Hinsicht immer noch um eine gleichberechtigte Teilhabe ringen.

Gleicher Lohn nicht selbstverständlich

Für viele Frauen gibt es zum Beispiel keine gleichberechtigte Teilhabe in den politischen Parlamenten oder im Verhältnis von unbezahlter Sorge- beziehungsweise von Familien- und Erwerbsarbeit. Ebenso sind gleicher Lohn für gleiche Arbeit und ein existenzsicherndes Einkommen auch im Jahr 2021 noch längst keine Selbstverständlichkeit für viele Frauen.

Lohnlücke von sechs Prozent

Mit dem Equal Pay Day am 10. März soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass der Lohnunterschied zwischen den Geschlechtern immer noch 19 Prozent beträgt und Frauen bis dahin, das heißt 69 Tage im Jahr, „umsonst“ arbeiten. Damit bleibt Deutschland Schlusslicht im internationalen Vergleich. Ursächlich für diese Lohnlücke sind sogenannte strukturelle Unterschiede. Viele Frauen erlernen Berufe, die schlechter bezahlt sind, arbeiten seltener in Führungspositionen und häufiger in Teilzeit oder in Minijobs. Doch selbst wenn man diese Faktoren herausrechnet und Frauen und Männer betrachtet, die in der gleichen Branche und gleichen Position gleich viel arbeiten, dann ergibt sich in Deutschland immer noch eine nicht zu erklärende Lohnlücke von sechs Prozent.

Vor allem in Corona-Krise deutlich

Die Corona-Pandemie hat diese strukturellen Defizite vielfach besonders deutlich zum Vorschein gebracht. Daher ist es an der Zeit, diese entschieden anzugehen. Giesela Brandes-Steggewentz und Heidi Reichinnek, Ratsfrauen der Linksfraktion im Stadtrat Osnabrück, dazu: „Der internationale Frauenkampftag steht für das Ringen um rechtliche, politische und wirtschaftliche Gleichstellung, selbstbestimmtes Leben, für das Recht auf körperliche sowie sexuelle Selbstbestimmung von Frauen. […] Die gegenwärtige Pandemie betrifft Frauen besonders hart in den sogenannten frauentypischen Berufen, deren Arbeitsalltag sich enorm verschärft hat: an der Supermarktkasse, im Erziehungs-, Gesundheits- und Care-Bereich, in der Familienarbeit. ‚Soziales‘ eben, mit ’sozialisationsbedingter Qualifikation‘, das skandalös schlecht bezahlt wird. […] Wir fordern ein echtes Entgeltgleichheitsgesetz mit verbindlichen Durchsetzungsinstrumenten und die Aufwertung sozialer Dienstleistungsberufen – damit der Equal Pay Day endlich überflüssig wird.“

Symbolfoto: Demonstration für Frauenrechte.


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