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Demokratie stärken, Radikalisierung verhindern – Universität Osnabrück an Projekt zur muslimischen Selbstorganisation beteiligt

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Die Demokratie zu stärken, Radikalisierung zu verhindern und dabei über die Basis der Gesellschaft wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen, ist Ziel des Projektes „Fem4Dem“, welches in einer Kooperation des Instituts für Islamische Theologie der Universität Osnabrück mit dem Fachbereich Erziehungswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main durchgeführt wird.

Genauer möchte das Projekt herausfinden, was an der Basis der muslimischen Zuwanderungsgesellschaft passiert. Um zu erfahren, welche Initiativen es gibt und wie Mädchen und Frauen es versuchen, sich zu organisieren, um ihre Interessen in der Gesellschaft zu vertreten, wurden seit Anfang 2019 im Vorgängerprojekt Fem4Dem I aufwendige Recherchen angestellt. Initiativen sollten dabei erkannt und die Unterstützung durch wissenschaftliche Expertise erarbeitet werden. Nun wird das Projekt fortgesetzt und die Zielgruppe um Jungen- und Männerarbeit erweitert. Das Ziel bleibt dabei das gleiche: die engere Verbindung der Initiativen mit der Wissenschaft und die Unterstützung zu mehr Eigenständigkeit und Professionalisierung.

Gute Zugänge in die muslimische Zivilgesellschaft

Prof. Dr. Bülent Uçar und Dr. Michael Kiefer vom Institut für Islamische Theologie (IIT) der Universität Osnabrück und Prof. Dr. Harry Harun Behr und Dr. Meltem Kulaçatan von der Goethe-Universität Frankfurt am Main forschen dafür zusammen mit ihren 15 Projektmitarbeiterinnen und -mitarbeitern im gesamten Bundesgebiet nach Beispielen muslimischer Selbstorganisation. „Das Institut für Islamische Theologie verfügt seit seinem Bestehen über sehr gute Zugänge in die heterogene muslimische Zivilgesellschaft in Deutschland. Diese bilden eine wichtige Voraussetzung zum Gelingen unseres Projektes“, so Dr. Michael Kiefer.

Stärkung der Frauen

„Die Projekte könnten von ihrer Ausrichtung her ganz unterschiedlich sein“, sagt Dr. Kulaçatan von der Goethe-Universität. In der Pilotphase beteiligte sich zum Beispiel eine Gruppe aus Bielefeld, in der sich muslimische Frauen gegen Antisemitismus in der Stadtgesellschaft engagierten. „Diese Frauen haben auf mehreren Seiten mit Vorurteilen zu kämpfen, wir helfen ihnen, ein Konzept zu entwickeln, damit sie erfolgreich Aufklärung betreiben können, zum Beispiel in Schulen und in der Erwachsenenbildung“, so die Erziehungswissenschaftlerin. Die Frauen müssten auch lernen, mit Rückschlägen klarzukommen und nicht aufzugeben – auch dabei würden sie vom Projekt Fem4Dem gestärkt.

Förderung durch die Bundesregierung

Das Projekt Fem4Dem II wird bis Ende 2021 von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration gefördert. Bereits 2019 hat die Beauftragte das vorangegangene Projekt Fem4Dem I gefördert. Insgesamt sind dafür rund 5,7 Millionen Euro vorgesehen.

 


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