Deutschland & die WeltDebatte um SPD-Kanzlerkandidatur nimmt Fahrt auf

Debatte um SPD-Kanzlerkandidatur nimmt Fahrt auf

-


Foto: SPD-Logo, über dts

Berlin (dts) – In der SPD nimmt die Debatte um die Kanzlerkandidatur Fahrt auf. „Ich bin als Vorsitzender des größten Landesverbandes dafür, die Frage der Kanzlerkandidatur zügig zu klären“, sagte der Chef des SPD-Landesverbands Nordrhein-Westfalen, Sebastian Hartmann, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). Die Sommermonate seien dafür ein guter Zeitpunkt, um die SPD für die nächste Bundestagswahl strategisch aufzustellen.

Als „logischen Kanzlerkandidaten“ nannte er Vizekanzler und Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD). Dieser sei ein „respektabler Politiker, dem in der Krise viele Bürger vertrauen“, so Hartmann. Er wolle aber dem Vorschlagsrecht der SPD-Vorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans nicht vorgreifen. Beide haben bereits öffentlich erklärt, dass sie selbst nicht antreten wollen. „Es gab aber bereits im März Aufrufe aus der Parteiführung, die Aufstellung der SPD für die Bundestagswahl noch in diesem Jahr zu klären. Das unterstütze ich ausdrücklich“, so Hartmann. Im Frühjahr hatte Parteivize und Juso-Chef Kevin Kühnert eine Entscheidung in der K-Frage in diesem Jahr vorgeschlagen. Eine noch von der damaligen Parteivorsitzenden Andrea Nahles in Auftrag gegebene Analyse war nach dem Absturz der SPD mit Kanzlerkandidat Martin Schulz bei der Wahl 2017 auf 20,5 Prozent zu dem Ergebnis gekommen, dass der Prozess der Entscheidung über die Kanzlerkandidatur in der SPD früher und umfassender geklärt werden müsse. 2012 (Frank-Walter Steinmeier) und 2016 (Peer Steinbrück) lief die Kür der Kanzlerkandidaten unter Federführung des damaligen Vorsitzenden Sigmar Gabriel chaotisch ab. Anfang 2017 klärten Gabriel und Schulz die K-Frage unter sich. Gabriel überließ Schulz das Feld und wurde Außenminister. Die SPD müsse aus diesen Fehlern lernen, sagte Hartmann. „Eine gute Kampagne braucht Zeit und darf nicht verstolpert werden. Das zeigt die bittere Analyse des Parteivorstandes zur letzten Bundestagswahl.“ Zuvor hatte bereits der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Rolf Mützenich, Sympathie für Scholz als Kanzlerkandidaten gezeigt. „Die Bürgerinnen und Bürger sehen offenbar Olaf Scholz heute als beste Wahl“, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Ich vertraue grundsätzlich deren Urteil, aber wir entscheiden das nicht heute.“ Der deutliche Ursprung der Union in den Umfragen werde sich relativieren. „Manches, gerade bei der Lockerung, wird noch zu hinterfragen und von Parlamenten aufzuarbeiten sein. Möglicherweise sind falsche Entscheidungen getroffen worden, und die hängen dann auch mit einzelnen Personen zusammen.“

dts Nachrichtenagentur
Ein Artikel der Nachrichtenagentur dts.

aktuell in Osnabrück

„Auf ein Wort“ – Osnabrücker SPD lädt zur Diskussion mit Hubertus Heil ein

Diskussionsveranstaltung mit Manuel Gava und Hubertus Heil Im Rahmen des SPD-Diskussionsformates "Auf ein Wort" trafen sich am heutigen...

Osnabrücker OB-Kandidatin Niermann unterstützt Initiative des Umweltforums zum Schutz der Grünen Finger

Carolin Kunz und Andreas Peters vom Umweltforum freuen sich über die Unterstützung von Annette Niermann (sitzend), der OB-Kandidatin der Grünen....




DAX erholt sich – Fed im Blick

Foto: Frankfurter Wertpapierbörse, über dts Frankfurt/Main (dts) - Nach den heftigen Verlusten vom Vortag hat der DAX am Dienstag...

Verdi droht deutschen Privatbanken mit Streik

Foto: Streik, über dts Frankfurt/Main (dts) - Die Gewerkschaft Verdi droht vor der dritten Verhandlungsrunde für rund 140.000 Angestellte...

 

Diese Artikel gefallen Ihnen sicher auch ...Lesenswert!
Empfohlen von der Redaktion

Hasepost Zeitung für Osnabrück

Kostenfrei
Ansehen