# Dax tritt auf der Stelle, Anleger warten auf Signale Datum: 23.01.2026 09:51 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://www.hasepost.de/dax-tritt-auf-der-stelle-anleger-warten-auf-signale-679395/ --- Der Dax hat am Freitagmorgen knapp unter seinem Vortagesschluss eröffnet und notiert in einem aus Analystensicht „neutralen Bereich“. Während Anleger auf Bestätigungen der hohen Gewinnerwartungen für 2026 warten, treiben Erwartungen an Infrastruktur- und Rüstungsprogramme die Stimmung, zugleich bleibt der Blick auf Gold- und Devisenmärkte gerichtet. ## Dax pendelt in der Mitte zwischen Jahrestief und Rekordhoch Am Freitagmorgen wurde der Dax gegen 9:30 Uhr mit rund 24.850 Punkten berechnet und lag damit knapp unter dem Schlussniveau vom Vortag. Aus Sicht von Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank, befindet sich der Leitindex damit in einer entscheidenden Zone. „Wirft man alle dominanten Faktoren des noch jungen Börsenjahrs 2026 in einen Topf – die Grönland-Angst, die nachlässt, die Zolldrohungen, die zurückgenommen wurden, das Rekordhoch nach der längsten Dax-Gewinnserie in der Geschichte – dann befindet sich der Dax bei rund 24.900 Punkten in einem neutralen Bereich“, sagte Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. „Es ist exakt die Mitte zwischen Jahrestief und Rekordhoch. Für einen Anstieg über 24.900 Punkte wollen die Anleger jetzt die Rückversicherung der Unternehmen haben, dass ihre starken Gewinnerwartungen für 2026 realistisch sind. Die nachlassende Grönland-Angst eröffnet Anlegern dabei die Möglichkeit, sich stärker der anstehenden Berichtssaison zu widmen.“ ### Hohe Gewinnerwartungen und Gefahr eines Stimmungsumschwungs Laut Stanzl rechnen Dax-Anleger für das kommende Jahr mit einem deutlichen Gewinnanstieg der im Leitindex vertretenen Unternehmen. „Dax-Anleger rechnen für das kommende Jahr mit einem Gewinnwachstum der 40 Dax-Konzerne von 15 Prozent – mehr als im S&P 500 Index, der 2026 wohl nur auf ein Plus von etwa 13,5 Prozent kommt. Angesichts milliardenschwerer Infrastruktur- und Rüstungsprogramme der Bundesregierung setzen Anleger auf ein Comeback der deutschen Wirtschaft. Sollten die Unternehmenszahlen diesen Erwartungen jedoch nicht standhalten, könnte der derzeitige Optimismus schnell kippen.“ ### Goldpreis nahe 5.000-Dollar-Marke, Euro schwächer Parallel zur Entwicklung am Aktienmarkt rückt der Goldpreis zunehmend in den Fokus der Anleger. „Der Goldpreis nähert sich in großen Schritten der 5.000-Dollar-Marke. Bei den Edelmetallen gilt: Dabei sein ist alles – und die Angst, eine historische Rally zu verpassen, dürfte ein zunehmender Kurstreiber hinter den Anstiegen sein. Gold-Anleger werden jedoch auch fast im Tagesrhythmus mit guten Nachrichten versorgt – zuletzt durch die Ankündigung der polnischen Zentralbank, weitere 150 Tonnen Gold kaufen zu wollen. Zentralbanken und Privatanleger bieten bei Gold um die Wette, und das treibt den Preis immer schneller nach oben. 5.000 Dollar im Gold und 100 Dollar im Silber – das scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein“, sagte Stanzl. Trotz der beschriebenen Rally zeigte sich der Goldpreis am Freitagmorgen schwächer. Für eine Feinunze wurden 4.912 US-Dollar gezahlt, ein Minus von 0,5 Prozent. Das entspricht einem Preis von 134,63 Euro pro Gramm. An den Devisenmärkten war die europäische Gemeinschaftswährung am Freitagmorgen ebenfalls schwächer. Ein Euro kostete 1,1731 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8524 Euro zu haben. Der Ölmarkt zeigte sich hingegen fester: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 64,39 US-Dollar, das waren 33 Cent oder 0,5 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags. Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, 23. Januar 2026 09:51. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück