Deutschland & die WeltDAX-Chefs bekommen mehr Geld als erwartet

DAX-Chefs bekommen mehr Geld als erwartet

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Foto: Frankfurter Wertpapierbörse, über dts

Frankfurt/Main (dts) – Die Vorstandsvorsitzenden der DAX-Konzerne haben 2017 im Durchschnitt sehr viel mehr Geld bekommen, als sie ursprünglich erwarten durften. Die langfristigen Gehaltsbestandteile seien im Schnitt doppelt so hoch ausgefallen, wie ursprünglich ausgewiesen, heißt es in einer Untersuchung des Research-Instituts der Flossbach von Storch Vermögensverwaltung aus Köln. In einem extremen Fall wären sie sogar 14-mal so hoch gewesen.

Die „Welt am Sonntag“ berichtet darüber. Zwei Faktoren sind für diesen Geldregen verantwortlich: Die stark gestiegenen Aktienkurse, die in den vergangenen Jahren vor allem von der ultralockeren Geldpolitik der Notenbanken getrieben wurden – und dass viele Unternehmen die gesteckten Geschäftsziele deutlich übertrafen, schreibt die „Welt am Sonntag“. Bei rund zwei Drittel der DAX-Konzerne beeinflusst laut Untersuchung die absolute Entwicklung des Aktienkurses die Bezahlung des Vorstandsvorsitzenden. „Dies bedeutet, dass die DAX-Vorstände nicht nur von den gestiegenen Unternehmensgewinnen profitieren, sondern auch bedeutend von der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank“, schreibt Autor der Studie. Seien dann auch noch Optionsprogramme im Spiel, steige der Wert der Vergütung sogar überproportional. Besonders die langfristigen Gehaltsbestandteile haben sich in den vergangenen Jahren zugunsten der Manager entwickelt. Die Auszahlung aus langfristig orientierten Vergütungsprogrammen lag im DAX-Durchschnitt 103 Prozent über den ursprünglich gewährten Beträgen. Im DAX-Durchschnitt durften sich die Vorstandsvorsitzenden über einen Aufschlag bei der kurzfristigen Vergütung von 21 Prozent freuen. Auffällig sei, dass die Ziele in den wenigsten Fällen untertroffen würden, so der Autor. „Demnach stellt sich die Frage, ob die 100-Prozent-Zielvorgabe auch das erwartete Ziel ist, oder ob die Ziele absichtlich etwas niedriger gesteckt werden, damit sie leichter übertroffen werden können.“



dts Nachrichtenagentur
Ein Artikel der Nachrichtenagentur dts.

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